SG Neukirchen Hülchrath - LeichtathletikAbteilung.DE


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Laufen in der Eifel ist anders......
In 2016 und auch dieses Jahr habe ich meine Kinder immer wieder zu ihren Läufen beim Eifel-Cup begleitet, habe nette Leute kennengelernt und schöne Strecken gesehen. Aber immer nur zusehen ist ja auf die Dauer auch langweilig. Also.... habe ich mir am 25.05. gedacht: „Versuchst du dich auch mal an einem schönen Eifellauf.“ Und weil es den Kindern im letzten Jahr in Breinig so gut gefallen hat, hatte ich mich entschlossen bei „Breinig läuft“ über die 5km an den Start zu gehen. Soweit so gut!
Das Wetter war herrlich – zumindest für die Kinder, die ja nur kleinere Strecken rund um den Rewe-Markt in Breinig zurückzulegen hatten. Die Sonne brannte vom Himmel und wärmte uns richtig auf.

Den Anfang machte Christian, der in der AK M8 für 600m den Rewe-Markt zweimal umrunden musste und dies in 2:53 Min. als 13. erfolgreich hinter sich brachte. Maximilian musste dann für 900m schon dreimal die Runde drehen und in der stetig zunehmenden Hitze erledigte er dies auch rasant in 3:35 Min. als 7. der AK M10.

Die große Schwester Katharina brauchte bei 1200m eigentlich nur eine Runde mehr als ihr Bruder Maximilian – aber.... hier liegt die Betonung auf “eigentlich“! Ich weiß nicht, ob es die Hitze war, oder einfach die Verwirrung, dass der Führende dieses Laufes den Vorläufer in der 3.Runde überholte – auf jeden Fall bekamen die Rundenzähler Probleme. Sie schicken fast alle, sich schon sicher im Ziel glaubten, auf eine zusätzliche 5.Runde, die dann allerdings bei der Endwertung aber unberücksichtigt blieb. Trotz des Durcheinanders schaffte Katharina in 4:38 Min. einen tollen 4.Platz in der AK W13.

So – nur 10 Minunten später sollte also mein erster Eifellauf beginnen. Im Starterfeld waren einige bekannte Gesichter, wobei sich bis dato ausschließlich unsere Kinder aneinander gemessen hatten. Aber die Stimmung war locker, man unterhielt sich und wartete im Schatten auf den Startschuss. Die Strecke hatte ich mir im Internet angeschaut – durch einige Wohnstraßen, vorbei an Wiesen und Feldern und wieder zurück zum Rewe-Markt – sah auf den ersten Blick nicht so spektakulär aus. Das täuschte aber !!! Es war ja klar, dass ich mich nicht im flachen Rheinland befand, sondern, dass einige, wenn auch kleine Steigungen zu erwarten waren. Für jeden geübten und durchtrainierten Eifelläufer waren die Steigungen wahrscheinlich kaum zu erkennen – für mich aber schon. Dazu kam, dass der größte Teil der Strecke über frei liegende Feldwege ging, wo kein Fitzelchen Schatten zu finden war und die Sonne ordentliche herunterbrannte. Zwischenzeitlich kamen die üblichen Gedanken: „ Was hast du dir dabei nur gedacht? Du könntest schon im Auto nach Hause sitzen. Mann, ist das heiß! Das schaffst du nicht!“ Aber.... was soll ich sagen: Schaffte ich doch! Die Zeit ( 38:39 Min) war jetzt auch für mich nicht atemberaubend, aber in Ordnung: Ich bin durchgelaufen und konnte sogar Jüngere überholen, die nicht so fit waren. Am Ende gab es Platz 14 der AK W45 – nicht Letzte!!!
Und die Erkenntnis – auch wenn Laufen in der Eifel ein bisschen anders (hügelig) ist – Spaß hat's gemacht !


 
Die Engel von Aachen und anderswo
Am Muttertag, den 14.05. stand ein Besuch bei den Aachener Engeln auf dem Programm. Der Aachener Engel e.V. ist eine tolle Organisation, die ein breitgefächertes Hilfsangebot für Krebserkrankte, Benachteiligte, Gewaltopfer und andere bietet. Im Rahmen dieser Hilfen findet jedes Jahr der Aachener Engel Lauf statt. Dies ist eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Förderung von bildungs- und sportbenachteiligten Kindern und Jugendlichen.

Katharina, Maximilian und Christian Dicken nahmen im Rahmen des Rur-Eifel-Cups an diesem tollen Lauf über 1,9km auf einer herrlichen Waldstrecke teil und konnten sich nicht nur mit ihren Altersklassenkonkurrenten, sondern auch untereinander messen.

Erwartungsgemäß tauchte die große Schwester Katharina als Erste aus dem Wald auf und in einem fantastischen Endspurt sicherte sie sich den 1.Platz der AK W13 in 8:47 Minuten. Nur wenig später folgte Maximilian, der ebenfalls mit einem beherzten Schlusssprint den 1.Platz der AK M10 in 9:01 Min. erreichte. Auch Christian war mit seinem 5.Platz der AK M8 in exakt 11 Minuten sehr zufrieden.


Wie auf jeder Veranstaltung des Rur-Eifel-Cups trafen wir auf einen ganz besonderen „Engel“, den ich hier einmal ganz besonders vorstellen möchte. Wer schon einmal in der Eifel eine Laufveranstaltung besucht hat, kennt den Herrn mit dem Hut und der Sammelbüchse auf jeden Fall. Die Rede ist von Peter Borsdorff, der für seine Aktion „Running for Kids“ ständig unterwegs ist.
Wir freuen uns immer sehr ihn zu sehen und unterstützen seine Aktion immer wieder gerne mit einer kleinen Spende in die Sammelbüchse. Wer gerne mehr über ihn erfahren möchte, dem lege ich seine Internetseite www.tv-huchem-stammeln.de/running-for-kids/ ans Herz. Auch Nichtläufer können dort Gutes tun und spenden. Auf diesem Wege bedanke ich auch bei Peter für die zahlreichen Lauffotos, die zum Teil auch einen Platz in meinen Berichten finden.


 
Traditionslaufen /-wettkämpfen im Mai
Roseller Abendlauf am 12.05.17

Zu den traditionellen Wettkämpfen im Mai gehören auf jeden Fall der Roseller Abendlauf und das Schülersportfest in Kleinenbroich.
Am Freitag, den 12.058. versammelte sich wieder, vom Kindergartenalter an bis zum biblischen Läuferalter von 79 Jahren, die gesamte Läuferschar in Rosellen, um bei herrlichen Laufwetter den Abendlauf zu bestreiten.
Mit einer Gruppe von 9 Kindern/Jugendlichen und 5 Erwachsenen sind wir angetreten und gingen alle zufrieden mit Platzierungen unter den Top20 wieder nach Hause.
Den Anfang machte Silas Böhme, der in der AK M6 direkt mal über 600m in 2:54 Minuten den 1.Platz abräumte. Weitere gute Platzierungen der Kinder von 9 bis 13 Jahren folgten. Dann konnte Franziska Neck noch einen 1.Platz in der W14 über 1000m in 3:47 Minuten ergattern.

Mittlerweile verabschiedete sich langsam das herrlich Laufwetter und Gewitter drohten. Wurde Meike Nellessen beim 5km-Lauf noch von den Regenmassen verschont, wurden die 10km-Läufer von den ersten Ausläufern des Gewitters erwischt. Davon unbeirrt liefen Martin Domgans, Sascha Breidenbach, Andreas Nellessen und Markus Lentz ihr Rennen beherzt zu Ende.

Ergebnisse in der Übersicht:

600m
M6: 1.Platz: Silas Böhme 2:54 Min.

1000m
W9: 12. Platz: Maxima Lentz 4:53 Min.
19. Platz: Anna Domgans 5:12 Min.
M11: 6. Platz: Aaron Kiessling 4:20 Min.
M12: 4.Platz: Luis Rosier 3:49 Min.
W13: 2.Platz: Leonie Hasberg 3:40 Min
3.Platz: Louisa Hasberg 3:49 Min.
4.Platz: Katharina Dicken 3:51 Min.

5km
Frauen: 7.Platz: Meike Nellessen 25:00 Min.

10km
M40: 6.Platz: Martin Domgans 46:07 Min.
7.Platz: Sascha Breidenbach 48:20 Min.
M50: 19.Platz: Andreas Nellessen 50:49 Min.
20.Platz: Markus Lentz 51:55 Min.


Schülersportfest Kleinenbroich am 13.05.14

Entgegen der ursprünglichen Wettervorhersage mit Regen und Gewitter war am 13. Mai 2017 nur die Sonne am Himmel über Kleinenbroich zu sehen. Im Schnupperwettbewerb der Kleinsten traten Laetizia und Frederik im 30 m Sprint, Zonenweitsprung und Zonenballwurf gegen 72 Kinder anderer Vereine an. Am Ende des Wettkampfes gab es nur Sieger und vor allem viele glückliche Gesichter, denn jeder Bambini erhielt eine Urkunde und eine Medaille.

Im anschließenden Team-Wettkampf der U12 traten acht Teams mit insgesamt 80 Kindern gegeneinander an. Hier mussten die Kinder zusammen im Team in den Disziplinen 40 m Sprint, Hindernisstaffel, Medizinballstoßen und Weitsprungstaffel ihr Können unter Beweis stellen.

An dieser Stelle lassen wir eine beteiligte Nachwuchssportlerin zu Wort kommen. Den nachfolgenden Wettkampfbericht über den Teamwettkamp schrieb Klara Donnay, 9 Jahre:

„Es ist ein heisser Tag und auf dem Sportplatz kommt es einem noch viel heisser vor. Unsere Mannschaft versammelt sich und wir machen uns warm. Dann ging es endlich los und wir gingen zur Sprintbahn. Dort sammelten wir, also Anna, Wim, Christian, Matthias, Tobias,Greta und ich, Klara, gute Punkte.

Als wir fertig waren, ging es zur Sandgrube denn die Weitsprungstaffel stand an. Es gab ein Holzbrett, wo Zahlen bis zwölf drauf standen. Unsere Gegner waren gut - aber wir auch. Also war es spannend. Als wir dann fertig waren, mussten wir die Bahnen tauschen und es ging weiter.

Als nun auch diese Runde vorbei ging, sind wir zum Medizinballstoßen gegangen. Dort hatte ich eine falsche Bewegung gemacht und dann tat auf einmal mein Nacken weh. Aber das ging schnell wieder weg und wir machten uns auf den Weg zur Hindernis-Sprintstaffel. Dort mussten wir auf eine gegnerische Mannschaft warten und es ging los. Wir waren gut in der Zeit. Was uns nur abgelenkt hat, waren die Jungs, die "Stopp!" reingerufen haben. Dann kam der Pfiff und wir durften uns ausruhen.

Kurze Zeit später war die Siegerehrung und wir drückten unsere Daumen. Schließlich machten wir den 5. Platz und jeder bekam eine Urkunde und eine Medaille.

Der Tag hat sehr viel Spaß gemacht, doch auch ein schöner Tag geht vorbei.“
Im Dreikamp der U12 versuchte von der SG nur Maximilian Dicken sein Glück. Alles lief am Anfang der Saison noch nicht rund. Trotzdem freute es sich über einen 10.Platz mit 9,4 sec über 50m, 3,08m im Weitsprung und 26,50m beim Ballwurf.


 
Von Anfängern, Absteigern und einem Weltrekordlerbezwinger [Straberg 27.5.]
Paris: die Stadt der Liebe! Grevenbroich, die Gartenstadt! Oslo, die Tigerstadt! Und unser Nachbarstädtchen Straberg? Nun, wer Ende Mai am Volkslauf teilnimmt, weiß es: Straberg, die Saunastadt! (Hier sehen wir einmal galant darüber hinweg, dass es sich eigentlich nur um einen Ortsteil handelt.)

Dass die Neukirchner Athleten Saunagänge lieben, erkannte man an der stolzen Zahl von 10 gemeldeten Läufern. Stilgerecht wurden die Läufe mit dem Quietschen der Saunatür eröffnet, und kaum geschah dies zum ersten Mal, als sich der jüngste Spross (oder müsste es Gender-gerecht Sprössin heißen?) des Majer-Clans an die Spitze setzte und mit klarem Vorsprung auf die oberste Bank sprintete. Platz 1 für Laetizia über 400 m der weiblichen Bambini!


Knapp die Podestbänke verpassten Maxima Lentz und Christian Dicken, die im Lauf über 800 m jeweils Platz 4 ihrer Altersklasse erkämpfen konnten.



Der ältere Bruder Maximilian dagegen sicherte sich nach – im wahrsten Sinne des Wortes – heißem Kampf Platz 2, und auch Schwester Katharina belohnte sich für das erhitzte Gemüt im fast doppelt so langen Lauf über 1.500 m mit der Silbermedaille.


Den erwachsenen Läufern war es vorbehalten, im Lauf über 10 km gleich mehrere Gänge hintereinander zur Aufheizung zu nutzen, leider ohne kühlende Eisbäder dazwischen. So reichte es denn für den Hitzkopf, der dieses Ereignis zu Papier, pardon zu Laptop bringt, gerade einmal zum drittletzten Platz seiner Altersklasse. Der Veranstalter nahm das zum Anlass, ihn zum Umstieg auf eine benachbarte Sportart zu animieren. Oder wie soll man das Präsent FAHRRAD-Taschen sonst verstehen?

In bestechender Form präsentierte sich Alfred, auch genannt das Uhrwerk, der sich in einem heißen Kampf mit einem Weltrekordler behaupten musste. (Okay, okay, es handelt sich um einen Ex-Weltrekordler, aber dafür hat er seinerzeit auch gleich mehrere Weltrekorde aufgestellt.) Getreu dem Motto „Wir wachsen mit unseren Herausforderungen“ absolvierte Alfred ein beherztes Rennen, ließ sich den Erfolg nicht nehmen und bezwang den Ex-Mehrfach-Weltrekordler deutlich. Ja, am Ende wurde gar gemunkelt, dass der prominente Gast der Verursacher der unerträglichen Hitze sei, denn bei einem Rückstand von sage und schreibe fast einer Viertelstunde habe es sich wohl nur um „heiße Luft“ gehandelt, die da in der Vorschau produziert worden sei, und die habe sich dann als Glocke über die Laufstrecke gelegt.

Kurz nach den beiden 10 km-Läufern legten die wahren Helden dieses Tages ihre Handtücher bereit, um ihre Körper über die schier unvorstellbare Distanz von 21,1 km dem Siedepunkt nahezubringen.

Mit der Unbekümmertheit des noch ungeübten Laufanfängers hatte sich der „Löwe von Monschau“, Andreas, vorgenommen, endlich einmal seine Halbmarathonbestzeit zu unterbieten, und entschied sich demgemäß für ein furioses Anfangstempo. Allerdings wurde er im Verlauf des Rennens gewahr, dass dieser Tag kein guter Tag für ein solches Vorhaben war, und musste notgedrungen mit gedrosseltem Elan auf Plan B umstellen. Diesen, nämlich trotz Hitze und Erschöpfung den Lauf würdevoll zu beenden, zog er dann auch konsequent durch.

Dass man bei Saunagängen Vorsicht walten lassen und je nach Sachlage auch mal den einen oder anderen Gang auslassen sollte, machte Sascha deutlich, der für eine 90%-Finisherquote der Neukirchner Starter sorgte. So war es dem quirligen Markus vorbehalten, in einem beherzten Rennen einen hervorragenden 5. Platz in der bei weitem am stärksten besetzten Alterklasse M50 zu erringen. Diese AK war übrigens auch im 10 km-Lauf die mit den meisten Teilnehmern.

Jedenfalls können alle Straberg-Teilnehmer sicher sein, etwas für ihr Wohl getan zu haben, denn laut Wikipedia dient der Saunabesuch „der körperlichen Erbauung, der Gesundheit, der Körperreinigung und der Verbesserung des Wohlbefindens“. Im Hinblick auf den kommenden Citylauf sei noch die Anmerkung gestattet, dass wir den Strabergern diese positiven Wirkungen gerne als Alleinstellungsmerkmal überlassen wollen.

Hier noch einmal alle Ergebnisse im Detail:

Kinder W7, 400 m Platz 1 Laetizia Majer, 1:28 min
Kinder W9, 800 m Platz 4 Maxima Lentz, 3:46 min
Kinder M8, 800 m Platz 4 Christian Dicken, 4:03 min
Kinder M10, 800 m Platz 2 Maximilian Dicken, 3:10 min
Jugend W13, 1.500 m Platz 2 Katharina Dicken, 6:20 min
Senioren M65, 10 km Platz 1 Bernd Juckel, 45:51 min
Senioren M75, 10 km Platz 1 Alfred Karstens, 56:55 min
Senioren M50, Halbmarathon Platz 5 Markus Lentz, 2:06:36 h
Senioren M50, Halbmarathon Platz 7 Andreas Nellessen, 2:16:20 h

Bernd


 
NRW-Meisterschaft Bahngehen 06.05.17
Bei strahlendem Sonnenschein wurden heute die NRW-Meisterschaften im Bahngehen im Grenzlandstadion in Mönchengladbach ausgetragen. Katharina Dicken hatte die die Anforderungen für einen Start erfüllt und konnte eine Altersklasse höher in der W14 über 3000m an den Start gehen.

Die Konkurrenz war stark, aber sie machte ihre Sache gut und konnte sich nach 20:21 Minuten über den NRW-Vize-Meistertitel freuen.


 
Marathon Düsseldorf für "Kleine" am 30.04.17
Früh um 6:00 Uhr am Sonntagmorgen klingelte der Wecker. Oh Mann ! Schon wieder so früh aufstehen – aber der wunderbare Sonnenschein, der durch das Fenster fiel machte es den drei Dickens-Geschwistern ein wenig leichter ihr warmes Bett zu verlassen. Sie hatten sich ja auch schon lange auf diesen Start in Düsseldorf gefreut.
Die Strecke - leider von 4,2km auf 2km verkürzt, so dass das „Mini-Marathon-Feeling“ ein bisschen fehlte. Christian aber freute sich darüber, dass er bei seinem ersten Start in Düsseldorf nicht ganz so lang unterwegs sein musste.
Nachdem wir unser Auto an der schönen Oberkassler Seite abgestellt hatten, tauchten wir ein in das Marathon-Gewusel rund um den Burgplatz. An der Rheinuferpromenade wurde sich auf die ein oder andere Art warmgemacht, denn trotz des Sonnenscheins war es mit 9°C noch recht kühl.

Pünktlich um 9.15 Uhr wurden die Kinder an die Startlinie vorgelassen und Katharina, Maximilian und Christian konnten einen Platz in der ersten Reihe ergattern.

Die Ziele der drei waren in diesem Jahr recht unterschiedlich. Wollte Katharina auf jeden Fall unter den ersten 10 ihrer Altersklasse ankommen, wollte Maximilian nur möglichst schmerzfrei durchlaufen können, da sein Bein immer noch Probleme machte. Christian wollte einfach nur die Marathonluft schnuppern und nicht Letzter werden.
Nach einem turbulenten Start mit ein paar Stürzen ging es auf die Strecke am Rheinufer entlang, vorbei am Landtag, um den Fernsehturm und wieder zurück in das große Marathonziel.

Erwartungsgemäß kam zuerst die große Schwester Katharina in Sicht, die nach einem tollen Endspurt nach 9:04 Minuten die Ziellinie als 7. von 62 der AK U14 überquerte.
Erstes Ziel erreicht!

Maximilian konnte nach 10:19 Minuten als 62. der AK U12 die Strecke beenden; allerdings leider ohne sein Ziel zu erreichen. Hatte das Bein doch ordentlich geschmerzt und eine schnelle Zeit unmöglich gemacht. Trotzdem freute er sich im Ziel, dass er durchgehalten hatte. So sollte Sport sein! Gut gemacht!

Für Christian reichte es dann wieder zu einer Zielerfüllung. Er kam nach 12:39 Minuten im Ziel als 39. der AK U10 an und hatte noch etliche, auch ältere hinter sich gelassen.
Danach strahlte die Sonne noch weiter mit allen Kindern um die Wette und sie konnten sich die verdiente Bratwurst oder Crepes schmecken lassen.

Da wir innerhalb der Marathonstrecke bei km19 geparkt hatten, hatten wir noch ein wenig Zeit gemütlich über die Oberkasseler Brücke zurück zu schlendern. Dabei konnten wir noch ganz nebenbei Kathrin Nellessen anfeuern, die begleitet von Vater Andreas eine Teilstrecke des Staffelmarathons für den ASB lief. Die restliche Wartezeit versüßten sich die drei mit einem Eis und einem Sonnenbad auf den Oberkasseler Wiesen.

Es war wie immer einen schöne Veranstaltung und diesmal auch mit wunderbarem Wetter.


Werner Moritz anlässlich der Sportlerehrung des Rheinkreises mit dem Ehrenamtspreis ausgezeichnet
Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen und Ehrungen gesellt sich nunmehr eine weitere besonders wertvolle Trophäe: Bei der Sportlerehrung des Rheinkreis Neuss am 2.5.2017 wurde dem Gründer und langjährigen Abteilungsleiter der Leichtathletikabteilung der Ehrenamtspreis überreicht.


Foto: A. Woitschützke

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ließ es sich nicht nehmen, die Laudatio auf den Geehrten höchstpersönlich vorzunehmen. Dabei stellte er die Nachhaltigkeit als das Besondere an Werners ehrenamtlichem Engagement heraus. Gewürdigt wurde neben seiner Tätgikeit im Verein das Wirken als erster und zweiter Vorsitzender für den Leichtathletik-Kreis, die Arbeit im Rat und im Sportausschuss der Stadt Grevenbroich sowie die Mitgliedschaft im Sportausschuss des Kreistages. Bereits legendär ist sein Einsatz für das Deutsche Sportabzeichen, das er ungezählten Menschen nahe gebracht und das er persönlich bereits 58-mal abgelegt hat.

Bernd


 
Aprilsportfest Erkelenz 29.04.17
An diesem kühlen aber sonnigen Samstag probierte Maximilian Dicken beim ersten Dreikampf der Freiluftsaison aus, was das Wintertraining so gebracht hat. Trotz Schmerzen in der Ferse lief es ganz gut, obwohl die Ergebnisse noch Platz nach oben lassen in der noch jungen Saison.

Nach 9,4 sec. über 50m, 26,50m im Ballwurf und 3,13m im Weitsprung wurde er 3. der AK M10. Über 600m schmerzte das Bein zwar deutlich mehr, aber Maximilian biss sich durch und wurde nach 2:27 Minuten verdient 2. seiner Altersklasse. Hoffentlich war das nicht zu anstrengend – sollen doch am 30.04.17 noch die 2000m beim Düsseldorf Marathon folgen.


 
Straßengehen DM Naumburg 23.04.17
Ein Jahr ist vergangen und es war wieder soweit. Katharina Dicken machte sich auf den Weg nach Osten, um im schönen Städtchen Naumburg zum zweiten Mal im Rahmenprogramm der Straßengehen DM über 3000m an den Start zu gehen. Erschwerte 2016 die unglaubliche Hitze ihren ersten Start auf der Straße, probierte der Wettergott in diesem Jahr mal alles aus, was er so hatte – außer Wärme! Bei kühlen 6°C und sich abwechselndem Regen, Hagel, Sonne, Wolken und viel Wind ging es um 12:45 Uhr auf die Strecke. Die internationalen Starter über 50km aus Mexiko und Spanien, waren da schon seit 3:15 Stunden unterwegs. In einen laufenden Wettbewerb zu starten ist ja auch mal was anderes und bietet für die Geher, die länger unterwegs sind zumindest ein bisschen Abwechslung.

Katharina kam recht gut in Tritt und konnte ihre Zeit aus dem Vorjahr um 1:23 Minuten unterbieten. Erstmalig unter 20 Minuten kam sie nach 19:50 Minuten als 4. der AK W13 ins Ziel.
Der nächste Start bei den NRW-Meisterschaften in Mönchengladbach soll nun auch eine neue Bestzeit auf der Bahn bringen.


 
Volkslauf Titz am 01.04.17
Als zweiten Lauf der Rur-Eifel-Cup-Serie hatten wir dieses Jahr den Volkslauf um die „Düppelsmühle“ in Titz ausgesucht. Die Strecken für Katharina, Maximilian und Christian waren hier im Vergleich zu Eschweiler schon deutlich länger, aber die Düppelsmühle bekamen sie trotzdem nicht zu Gesicht. Wahrscheinlich war dieser Weg, den längeren Läufen vorbehalten. Egal – wir freuten uns, dass der Anfahrtsweg ausnahmsweise mal nicht so ewig lang war und ein neuer Lauf im Programm ist ja auch mal wieder was anderes.

Den Anfang machten Maximilian und Christian gemeinsam über 1000m in einer zweimal zu durchlaufenden Runde durch ein Wohngebiet. Der Zielbogen lag leicht erhöht, so dass ein Endspurt mit einer leichten Steigung gefordert war. Das klappte bei den beiden super und so konnte sich Christian nach 4:57 Min. über die Silbermedaille der U10 freuen. Maximilian brauchte exakt eine Minute weniger als sein kleiner Bruder und erhielt wohlverdient nach 3:57 Minuten die Bronzemedaille in der AK U12. Katharina musste in der U14 schon die doppelte Strecke bewältigen und lief in einer tollen Zeit von 9:07 Minuten über 2000m auf den 2.Platz.


 
Volkslauf Eschweiler am 19.03.17
Eine Woche nach dem Start der Laufsaison in Forstwald startete für die Dickens auch die Rur-Eifel-Cup-Serie mit dem Volkslauf in Eschweiler. Da ja nun auch Christian alt genug ist daran teilzunehmen waren alle drei mächtig aufgeregt, wie das erste Rennen wohl laufen wird. Die Strecken waren mit 300m für Christian und je 600m für Katharina und Maximilian noch überschaubar und ein guter Test einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen.

Der 3-er Reihe folgend belegten die 3 Geschwister über ihre Distanzen von 300 und 600m nur Plätze eben dieser Reihe. Aufsteigend von Klein nach Groß gab es einen 9. Platz für Christian, einen 6.Platz für Maximilian und einen 3.Platz für Katharina. Die Konkurrenz ist dieses Jahr um einiges stärker, da Christian der Kleinste und Jüngste seiner AK U10 ist, Maximilian bei der U12 ebenfalls den jüngeren Jahrgang belegt und Katharina zwar der ältere Jahrgang der U14 ist, aber mit den 2005er die deutlich stärkeren Mädchen in ihrer Wertung hat. Für den ersten Lauf war es aber ein tolles Ergebnisse und wir schauen gespannt auf die vielen noch kommenden Läufe.


 
Schülerwaldlauf Forstwald
Wie es schon Tradition ist, ist der Schülerwaldlauf in Forstwald der erste nach der Hallensaison für die drei Dickens-Geschwister. Den Anfang machte Christian über erstmalig 800m in der Altersklasse U10. Für ihn lief es noch nicht so rund und so reichten 4:10 Min. nur zu Platz 21. Da ist noch Luft nach oben.

Maximilian musste schon über 1200m starten und erlief sich in der AK U12 einen tollen 4.Platz in 5:13 Minuten. In der AK W13 schaffte Katharina über 1600m Platz 6 in 7:13 Minuten.


Hallenwettkämpfe 2017
ASC-Schülersportfest am 12.02.17

Zur Einstimmung auf die Kreishallenmeisterschaften gab es dieses Jahr das ASC Sportfest in der Leichtathletikhalle in Düsseldorf. Dort gab es die Möglichkeit schon einmal zu testen wie der Trainingsstand in den traditionellen Disziplinen nach dem Winter so ist.
Maximilian und Katharina Dicken nutzten diese Chance und stellten sich der übermächtigen Konkurrenz der Düsseldorfer Vereinen.
In der Alterklasse U10 gab es für Maximilian nur die Möglichkeit des 50m-Laufs und Weitsprung. In beiden Disziplinen konnte er gute Leistungen ( 50m: 9,1 sec. , Weitsprung 3,28m ) erzielen, die aber in der großen Konkurrenz „nur“ zu Platz 18 bzw. 12 reichten.
Katharina wählten aus den angebotenen Disziplinen Weitsprung, Hochsprung und Kugelstoßen.
Bei den beiden Sprungdisziplinen lief es noch nicht so richtig rund und so gab es im Weitsprung mit 3,52m Platz 38 und im Hochsprung mit 1,16m Platz 17. Besser lief es beim Kugelstoßen; eine neue Bestleistung von 7,05m bescherte ihr den 5. Platz.


Kreishallenmeisterschaften der U14 und U16 am 19.02.17

Eine Woche später standen dann die Kreishallenmeisterschaften auf dem Programm. Leider konnten wir auch hier nur mit zwei Athletinnen an den Start gehen. Franziska Neck traute sich auf die Sprintstrecke über 60m und erreichte mit einer Zeit von 9,05 sec. den 20.Platz.
Katharina konnte im Weitsprung ihre Leistung der Vorwoche steigern und sprang mit 3,74m auf Platz 31.. Im Kugelstoßen sollten es diesmal „nur“ 6,64m sein, die aber für einen tollen 8. Platz reichten.



Kleinenbroicher Indoorspaß am 05.03.17

Zwischendurch muss ein Wettkampf auch einmal nur Spaß machen. So hatten sich die beiden Brüder Christian und Maximilian Dicken diese tolle Veranstaltung ausgesucht. In so schönen Disziplinen, wie Zielwurf, Pendelsprint, Bananenkistenlauf, 5er Hopp, Weitwurf und Tarzansprung

konnte man seine Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Nach Absolvieren aller 5 Disziplinen wurde Christian 8.der M8 und Maximilian 2. der M10.


Kreishallenmeisterschaften der U12 am 11.03.17

Der letzte Hallenwettkampf in diesem Winter sollten nun die Kreismeisterschaften für die U12 sein. Das Interesse unseren Verein auf Kreisebene zu vertreten, war in dieser Altersklasse offensichtlich nicht sehr groß und so fuhr Maximilian Dicken alleine nach Düsseldorf. In der übermächtigen Konkurrenz aus Düsseldorf und Dormagen konnte er sich einigermaßen gut behaupten. Über 800m kam er in 3:10,29 Min. auf Platz 10. Im 50m-Sprint und im Weitsprung machte sich bemerkbar, dass wir noch am Anfang der Saison stehen und eben nicht, wie die großen Vereine, in Leichtathletikhallen trainieren. Über 50m reichten 9,29sec. nur zum 15.Platz und im Weitsprung brachte ihn die Weite von 3,08m auf Platz 12. Besser lief es im Hochsprung – hier konnte sich Maximilian mit 1,08m über die Bronzemedaille freuen.


 
Na, wie geht's? Lang nich' mehr gesehn!
oder der Weg zum Nordrheinrekord wider Willen

Na, wie geht's? Lang nich' mehr gesehn! So werde ich manchmal beim Sportabzeichentraining begrüßt. Dabei ist diese Frage auch noch zweideutig. Nun, bisher habe ich keine Beiträge hier eingestellt, denn ich bin stets nur zu meinem eigenen Vergnügen gelaufen und habe deshalb nicht den Drang verspürt, mit meinen Adrenalin-Wallungen Euch zu beglücken. Jedoch werde ich Euch hier darstellen, was die Überschrift mit meinem aktuellen Sport zu tun hat, und weshalb ich unfreiwillig bei meinem Debüt in einer für mich neuen Disziplin gleich einen Nordrhein-Rekord aufgestellt habe. Ävver iësch de Reih noh. De besser Lesbarkeit halver möt kleen Absätzcher on möt Zitaate, 't meest von so'm modern Liedche. On domöt er 't besser verstonnt, ooch net op Nöckercher Platt:

Living (leaving) like we're renegades
Obwohl ich mit der SG seit meinen ersten Laufversuchen seit 1976 verbunden bin, so hatte ich im letzten Jahr -wie schon einmal in meiner Jugend- den Verein verlassen. Damals durch Werner Moritz zum TV Jahn Kapellen eingefädelt, um mir bessere Trainingsbedingungen unter dem viel zu früh verstorbenen Götz Bangert zu verschaffen, so auch wieder wegen des Trainings, zusammen mit ein paar anderen Abtrünnigen.

Running wild and running free
Warum auch immer, es lief zunächst immer besser. 2015 war ich sogar mit nur einem Start über 1000 m auf Platz 13 der Deutschen Senioren-Bestenliste. Aber dann geschahen Dinge, die mein Leben für immer veränderten. Nachdem mir eine Frau an einer roten Ampel hinten auf's Auto gebrettert war, stellte sich in der Folge heraus, dass ich einen Meniskus-Anriss hatte. Kein Thema, wird sofort operiert, ist ja Standard-OP. Außer, wenn der Operateur blutiger Anfänger ist, und anschließend seine Fehler noch derart verschlimmbessert, bis dass das Knie vollständig ruiniert ist. Irreparabel. Und wenn der "Doktor" dann noch seine Untaten vertuscht, dann ist das doppelt hart. Ich kann daher seit über einem Jahr nicht mehr laufen, hüpfen, springen, aber auch nicht mehr Treppen steigen. Fazit: Trau niemandem, der sich stolz Doktor nennt!


Juni 2015: Bei den Fun-Staffeln in Erkelenz und Grevenbroich mit Volldampf und Gebrüll voraus: Zuschauer und Moderator hatten ihren Spaß

Lost souls and reveries
Seither ist nur noch Gymnastik und Gehen mit durchgestrecktem Bein möglich. In der Gymnastik im Verein der Abtrünnigen wurde ich zur unerwünschten Person, da der Beitrag "Mit einem Bein im Gefängnis" des Vereinsspiegels 3/1999 über die Haftung des Übungsleiters wohl unbekannt geblieben war. Als sich die Turnabteilung mit ihrem Gymnastikangebot bei mir um Mitgliedschaft bewarb (die Rückenschule für Frauen hatte sich in diesem Jahr umstrukturiert und suchte neue Mitmacher), da bin ich wieder zur SG gekommen. Den Kurs kann ich nur weiterempfehlen. Aber Vorsicht! Das könnte sich sehr leistungssteigernd auf das Laufen auswirken. Nur: den Traum von Leichtathletik möchte ich noch nicht begraben. Nach der Ablage der Krücken im Januar hatte ich zunächst versucht, andere sportliche Betätigungen zu finden. Leider scheitert Schwimmen gleich an mehreren Aspekten, unter anderem einer Chlor-Allergie. Radfahren ist durch den schweren Knorpeldefekt (gleich mehrere Ärzte bekundeten, einen solch großen Defekt noch nie gesehen zu haben) auch nur beschränkt möglich. Schließlich habe ich angefangen, das Spazierengehen mit größerer Geschwindigkeit zu üben.

Two kids, you and me
Der Schritt, es dann mit Sport-Gehen zu versuchen, lag nahe. Und so gibt es seit diesem Jahr in der SG gleich zwei Sport-Geher, neben Katharina Dicken, die schon etwas früher in der weiblichen Jugend anfing zu gehen, versuche ich mich, nun ja, nicht mehr als "kid", aber dennoch als blutiger Anfänger, in diesem exotischen Sport. Das Gehen hat anders als das Laufen strenge Regeln, nämlich die "IAAF Regel 230", welche nicht nur besagt, dass der Sportler mit mindestens einem Bein auf dem Boden sein muss, sondern auch, dass vom Aufsetzen bis zur vertikalen Position das Bein gerade gestreckt sein muss. Letztere Regel ist die Ursache für das "Powackeln" oder "Stippeföttche", wie man hier im Rheinland sagt. Mit Verlaub, Spaß macht mir als passioniertem Läufer diese Fortbewegung nicht. Aber: lieber eine Kröte schlucken, als zu verhungern. Und wer weiß, vielleicht hat das mit der Bodenhaftung der Geher auch etwas mehr als Symbolisches?

Go forth and have no fear
Zunächst hatte ich sogar jemanden gefunden, der sich meinem Technik-Training annehmen wollte. Aber nach intensiven Übungen im April kam die Ernüchterung: Mit dem kaputten Bein wird die Regel "230" niemals (?) eingehalten. "Komm wieder, wenn das Bein funktioniert, vielleicht nächstes Jahr." Also hörten die Versuche erst einmal wieder auf. In dieser Zeit kam dann die detaillierte medizinische Prognose, in etwa 20 Jahren im Rollstuhl zu sitzen. Was habe ich mich darüber gefreut! Es gab aber auch noch richtig schlimme Dinge, wie die Freiheitsberaubung unseres Sohnes für fast zwei Wochen im April. Dennoch, irgendwie fing in dieser Zeit auch eine sportliche Wende an. Ich hatte einen Herrn namens "Han" kennengelernt, der mich zu seinem Training Ende Mai bei Horst eingeladen hatte. Es stellte sich heraus, dass "sein Team" das "Race-Waking-Team-Benelux" ist, die vereinten Nationalmannschaften des Benelux! Er ist der Teamsprecher und Anti-Doping-Mensch. Dafür hat er eine "Drogen-App", die zu jedem QR-Code auf Lebensmitteln etc. sofort die Zutaten mit der Dopingliste der WADA abgleicht. "Sein" Trainer ist "Frank, die Bondscoach", der Verbandstrainer der Niederlande für's "snelwandelen". Nicht zu verwechseln mit Schlafwandeln, das hat einen anderen Stil und andere Geschwindigkeiten und wird auch nicht im Rahmen der Leichtathletik angeboten.

Long live the pioneer
Was mit einem ersten Besuch in den NL Ende Mai begann, entwickelte sich dann rasant zu einer echt abgedrehten Geschichte. Vor den Ferien wurde ich noch drei Mal zum Training der Benelüxer eingeladen, und stehe seither auf deren Mailingliste wie ein Mitglied des Teams. Anfang Juni dann u.a. Aufforderung, den Anmeldeschluss für die Olympischen Spiele nicht zu verpassen. Naja, die Holländer sind "grappig", oder wie wir sagen, lustig, auch was das Training anbelangt. Während des Trainings in Duffel (B) hatte es beim "Duurloop" angefangen zu regnen. Tatsächlich haben sich dann einige Athleten in einem Café eingefunden. Per Mail wurde auch der letzte, der's nicht mitbekommen hatte informiert: Na éen ronde met Hans om het water te zijn gewandeld, bij aanvang van een volgende plensbui [Regenguss], ben ik afgedropen richting de atletiekbaan. Dáár waar [Als] ik even rondkeek om mij te oriënteren spotte [erspähte] ik, in een gezellig café, ... dáár was ‘t droog en aangenaam, dus [also] snel naar binnen. Na een overheerlijk kopje koffie heb ik mij later weer aangesloten bij Liesbet, Sandra en Hans, onderweg naar de prima warme douche. Ich denk, das versteht man auch ohne Übersetzung.

Von America nach Spitsbergen
Pioniere und America, das gehört zusammen. Ende August hatte ich in Vorbereitung zu dem großen Debüt dann bei Horst in Amerika ein individuelles Technik-Training mit Frank. Drei Stunden ist er von Shiphol aus angereist. Ich hab das Auto genommen und war in 20 min. da. Nach dem Training gab es zum ersten Mal seit ultralanger Zeit wieder Muskelkater, oder wie der Holländer sagt: spierpijn. Mit diesen Vorbereitungen bin ich dann am 10.9.2016 nach Spitsbergen, einem Quartier von Veenendaal, gereist. Auch wenn Frank von 19-Minuten-Tempo für die 3000 m sprach, so teilte er mich dennoch in den Lauf der "Masters und Toppers" ein, nicht in den der "Anfänger, Senioren, Leistungsgeher und Jugend". Den bisherigen Rekordhalter des Nordrhein-Rekordes meiner AK hatte er in den Anfänger-Lauf eingeteilt. Allerdings verzichtete dieser auf seinen Start. Ich wurde bereits 10 Tage vor dem Rennen über die Einteilung informiert, wie alle Mitglieder des Race-Waking-Teams, während die anderen Teilnehmer (5 Nationen am Start) der Veranstaltung quasi erst am Tag selbst die Einteilung erfuhren.

Beim Start der "Masters und Toppers" über 1 Meile in Spitsbergen, ganz links das Trikot der SG

It's our time to make a move
Ohne viele Worte war klar, dass insgeheim ein Nordrhein-Rekord von mir erwartet wurde. Nun war die Veranstaltung als "Tryptichon" oder Dreikampf ausgeschrieben, das heißt, es gab zu Beginn 3000 m, nach etwa 25 Minuten dann 1000 m und nach weiteren 25 min noch einen Lauf über eine römische Meile (1609 m). Diese verdammt kurzen Pausen sind nicht gut für Regel 230. In Deutschland wäre ich wohl spätestens bei den 1000 m wegen imperfekt gestrecktem Bein disqualifiziert worden, in Holland gibt es zwei Verwarnungen, und dann ist gut. So konnte auch ein 80-jähriger mitmachen, sowie aus dem Raum Erfurt-Leipzig eine Gruppe, die mit Behinderten angereist war. Es hat den Behinderten sehr gut getan, das Ziel zu erreichen und die weite Reise nicht für eine dämliche rote Karte angetreten zu sein. Zynisch zunächst die Werbung des Sponsors auf der Startnummer: RUN-2-DAY maakt hardlopen nog leuker [RUN-2-DAY macht das Wett-Rennen noch schöner] Nun, 3000 m Wettwandeln ist was anderes als Wettrennen. Irgendwie habe ich dann doch nach gefühlt einer halben Ewigkeit das Ziel in 17:04,5 min erwandert, womit der alte Nordrhein-Rekord über 3000 m Freiluft tatsächlich um 23,3 sec unterboten worden war. Ehrlich gesagt, die Freude hielt sich in Grenzen. Das wird mancher gewiss nicht verstehen. Bisher habe ich mir auch noch nie Gedanken machen müssen, überhaupt in die Nähe eines Nordrhein-Rekordes zu kommen. Dennoch, könnte ich den Rekord gegen ein gesundes Bein tauschen, ich würde sofort ganz laut "Ja ich will!" schreien. Meine Grundeinstellung im Sport ist zudem: Nichts ist so uninteressant wie die Ergebnisse vom letzten Jahr, sowohl im Sport wie an der Börse. Irgendwann kommt jemand, und dann wird auch mein Rekord unterboten. Er wird nicht für die Ewigkeit sein.

It's our time to break the rules
Nun, die Holländer sind ein lustiges Volk. Völlig erschöpft von den 3000 m fand ja schon 25 min später das 1000 m Gehen statt. Ich habe Schmerzen im gesunden Bein gehabt, und bin gewiss mit einem scheußlichen Stil gegangen. Aber die Kampfrichter haben einfach ihre Hände vor die Augen gehalten, und sich dann auch noch zur Sicherheit mit dem Rücken zur Bahn gedreht, und ich habe kein "jelles paddeltje" zu Gesicht bekommen. Und kein rotes, das ich gewiss verdient hätte. Die 1000 m-Zeit ist auch langsamer, als die Durchgangszeit beim 3000 m Gang gewesen. Da zum ersten Mal in der SG ein männlicher Athlet die 1000 m gegangen ist, ist dies zwar Vereinsrekord, aber den vergessen wir am besten schneller, als es gebraucht hat, ihn zu gehen. Besser lief es dann bei der abschließenden Meile, wo ich dann auch die angepeilte Zeit von 9 min knapp unterboten habe. Aber auch hier war der Stil nicht mehr ganz voll übereinstimmend mit Regel 230. Drei Verwarnungen, das ist eine mehr als zulässig, habe ich gesehen. Ein Versehen, erklärte Frank, der Trainer, und zog sein gelbes Verwarn-Schild wieder zurück. Den Grund erfuhr ich dann später. Als die Siegerehrung schon vorbei schien, hieß es, es gäbe noch zwei erste Preise zu verteilen. Für den ältesten Teilnehmer, und dann für mich. Ich wusste zunächst nicht, was meine besondere Leistung gewesen sein sollte. Dann kam die Auflösung: Bester Debütant. Ein solcher Preis war aber gar nicht ausgeschrieben gewesen. Man hatte ihn sich kurzerhand ausgedacht, um mir Mut zu machen. Mir war das eher peinlich, aber es war gewiss ganz lieb gemeint. Wäre ich wegen der drei gelben Karten disqualifiziert worden, hätte er den Preis nicht verleihen können. Deshalb war die Verwarnung wohl zurückgezogen worden. Und "grappig", wie die Holländer sind, gab es mit den Leuten des Race-Waking-Teams noch zum "Auslaufen" einen 9,5 km Duurloop in "rustig snelwandelen" bis zur "Eenzamen Eik", die dann ein paar Minuten lang nicht mehr einsam war. Und zurück. Und ich lerne jetzt Holländisch.

Unter der "Einsamen Eiche": Das Oranje-Hemd trägt kein Oranjer! Dritter von links: Frank, der Trainer

gemeldet von Richard Christian Wiltsch


Beweg Dich mal, das ist kein Wandertag!
Erlebnisse aus Amsterdam (Winterserie)
um Jahresabschluss (18.12.2016) hatten mich ein paar holländische Sportsfreunde überredet, am ersten Termin der Winterserie der AV de LAT Amsterdam teilzunehmen. Für mich als blutiger Anfänger im Snelwandelen stand nur die kurze Strecke von 5 km zur Disposition, auch wenn ich im Training schon mal 20 km spazieren war, für einen Wettkampf hielt ich meine Technik noch nicht ausgereift genug. Bei herrlichem Wetter ging es dann vom Leichtathletik-Stadion (gemischte Arenen mit Fußballfeld im Inneren der Laufbahn sind in Holland eher selten) entlang von Kanälen und Grachten auf einem exakt vermessenem 2,5 km-Rundkurs streng nach IAAF-Regeln durch den Südosten der Metropole.
Ab und an gab es von den Passanten aufmunternde Worte, mitleidvolles Lächeln und Sprüche wie "Beweg Dich mal, das ist kein Wandertag." Doch, es war einer, sozusagen. Allerdings auf hohem Niveau, denn ich konnte als erster das Ziel erreichen. Mit 29:44 min blieb ich sogar noch unter der magischen 30-min-Marke, war also im Gehen schneller als 6-min auf dem Kilometer unterwegs gewesen. Lediglich zwei Spaziergänger waren noch schneller, jedoch starteten sie auf einer längeren Strecke. Es war der Niederländische Meister über 20 km und der frisch gebackene Rekordhalter über 10.000 m Bahn der M50 der Niederlande. Weit wichtiger jedoch, als die schöne Zeit war die Tatsache, dass ich diesmal überhaupt keine gelben Karten zu sehen bekam, anders als die beiden Herren vor mir.
Beim zweiten Termin (29.1.2017) im war ich mutig geworden und habe mich über die 10 km versucht. Die zwischenzeiten waren schneller als meine persönlcihen Bestzeiten über 3 und 5 km. Gerade als ich mich einem Kampfrichter mit seinem kritischen Blick näherte, kam es auf der Fußgänger- und Fahrradstraße im Sportpart De Meren zu einem Zwischenfall. Ein Vater, der seinen Sprößling gerade auf den Rasen einen angrenzenden Fußballfeldes gefahren hatte (!), kam laut hupend und auf Tuchfühlung heran gefahren. Wenn auf dem Trikot, das ich für diesen Wettkampf übergezogen hatte, nicht BENELUX-Race-Walking-Team gestanden hätte, ..., da will ich nicht drüber nachdenken. Aber ich konnte schließlich doch sicher im Stadion wieder die Zielline passieren. 59 min und 18 sec wurden notiert. Ungläubiges Staunen von den (wenigen) Zuschauern, alles begeisterte Athleten und Geher im Seniorenalter: "Sneller dan één uur!" In der Tat, das haben 2016 in Deutschland keine 20 Männer (alle AK's) geschafft. Beim dritten Lauf am 19.2.2017 habe ich mich wieder auf die 5 km zurückgezogen. Diesmal habe ich versucht, etwas schneller loszumarschieren und mich an die Fersen eines etwas besseren Athleten geheftet. Die 27:55 min am Ende, ohne rasende Autos auf dem Radweg und auch ohne gelbe oder rote Kartjes von den Juroren sind wieder eine sehr gutes Ergebnis und lassen mit Spannung die Sommersaison erwarten.

gemeldet von Richard Christian Wiltsch


 
Rur Eifel Volkslauf Cup 2016
Der Rur-Eifel-Volkslauf-Cup ist die älteste Laufserie dieser Art in Deutschland, bei der innerhalb eines Kalenderjahres 36 verschiedene Läufe in der weitläufigen Rur-Eifel-Region angeboten werden. Um in die Wertung zu kommen, müssen Erwachsene mindestens 15 und Kinder mindestens 7 Läufe absolvieren.
Katharina und Maximilian Dicken waren das Jahr 2016 über bei verschiedensten Veranstaltungen am Start und haben stets um die vorderen Plätze mitgekämpft. Die vielen Wochenenden mit langen Autofahrten und anstrengenden Läufen haben sich am Ende ausgezahlt.

Bei der am 21.01.17 stattgefundenen Siegerehrung in Aachen-Hahn wurde Katharina als 2. der Altersklasse W12 mit 418 Punkten aus13 Läufen ausgezeichnet. Maximilian konnte sogar mit 429 von 430 möglichen Punkten aus 11 Läufen den 1.Platz in der AK M9 erreichen. Voller Stolz konnten sie die verdienten Pokale und Präsente im Rahmen einer schönen Feierstunde entgegen nehmen.
Obwohl es viel Zeit gekostet hat und zum Teil auch sehr anstrengend war, wollen die beiden dieses Jahr erneut an der Cup-Wertung teilnehmen. Diesmal auch unterstützt durch den kleinen Bruder Christian, der im letzten Jahr noch zu jung war.


Crossläufe Kapellen und Straberg
Am 15.01.17 startete die Crosslaufsaison traditionsgemäß mit dem Dreikönigscross in Kapellen. Der Winter zeigte sich von seiner besten Seite und bedeckte mit einer dünnen Schneeschicht den gefrorenen Boden und ließ von oben wunderbare Wintersonne auf die Läufer und Läuferinnen scheinen. Mit 9 Kindern und 2 Erwachsenen war die SG diesmal zwar mit einer kleineren Truppe am Start, aber die Motivation und der Spaßfaktor waren trotzdem hoch.


Den Anfang machten die Kleinsten in der U8. Sowohl in der weiblichen und der männlichen Klasse konnten dabei die obersten Podestplätze von Kindern der SG besetzt werden. So siegte bei den Mädchen Laetizia Majer in 2:35 Minuten und bei den Jungen Paul Gierse in exakt 2 Minuten.
Die restlichen Starter der SG belegten alle tolle Plätze unter den ersten 11.
Es war kalt, es war sonnig, die Kinder waren glücklich, die Erwachsenen zufrieden – auf ein Neues im nächsten Jahr.


Ergebnisse:

505m
mU8: 1. Paul Gierse 2:00
wU8: 1. Laetizia Majer 2:35
5. Marie Kloep 3:13

890m
M8 4. Wim von Gehlen 4:26
6. Matthis Gottschaldt 4:38
10.Christian Dicken 5:04

W9 8. Maxima Lentz 4:31
11. Anna Domgans 5:05

1610m
W13: 4. Katharina Dicken 7:41

5750m
M40: 4. Martin Domgans 24:56
M50: 5. Markus Lentz 27:26


Der zweite Teil der Crosslaufreihe fand am 21.01.17 in Straberg statt. Hier konnten die 9 Starter der SG ( 7 Kinder und 2 Erwachsenen ) ein noch besseres Resultat, als in Kapellen erzielen. Alle erreichten bei tollem Crosslaufwetter einen Platz unter den besten 7.


Erneut machte Laetizia Majer in der Altersklasse W7 den Anfang. Über 400m ließ sie der Konkurrenz keine Chance und stürmte in 1:33 Minuten auf den 1.Platz. Zwei weitere Podestplätze gingen über 800m als 3. an Maxima Lentz (W9) in 3:31 Minuten und an Ute Nellessen über 2600m als 2. der AK W50 in 19:00 Minuten.
Die Generalpobe für den vereinseigenen Energie-Cross am 11.02.17 war also rundum gelungen und ließ auf gute Ergebnisse hoffen.

Ergebnisse:

400m
W7: 1. Laetizia Majer 1:33

800m
M8: 6. Matthis Gottschaldt 3:51
7. Christian Dicken 3:55

W9: 3. Maxima Lentz 3:31

1000m
M10: 5. Maximilian Dicken 4:26
W13: 5. Louisa Hasberg 4:11
6. Katharina Dicken 4:17

2600m
W50: 2. Ute Nellessen 19:00

7800m
M50: 6. Andreas Nellessen 45:34


 
Wo Satan sein Unwesen treibt – Silvesterlauf Essen
Fast hätte es diesen Bericht nicht gegeben, naja vielleicht doch, aber nicht so, sondern anders, jedenfalls von jemand anders – wenn, ja wenn nicht die resolute Ute gesagt hätte: „Komm Jung, ich regel das schon.“ Ich war nämlich schon wieder zu spät dran gewesen. Als ich mich Ende November zum Silvesterlauf auf der Zeche Zollverein in Essen anmelden wollte, hieß es: Anmeldung geschlossen! Alle Plätze waren schon vergeben.

Etwas mystisch kam die Veranstaltung daher: Immerhin steht die Zahl 3 für die dreigeteilte Natur der Welt: Himmel, Erde und Wasser, aber auch für den Menschen als Körper, Seele und Geist. Die 6 bedeutet Gleichgewicht, Harmonie, weshalb es auch sechs Tage für die Schöpfung brauchte. 9 schließlich stellt die dreifache Triade dar mit Vollendung, Erfüllung, und nicht ohne Grund währt beim Menschen die Schwangerschaft neun Monate.



Diese symbolgeschwängerten Zahlen zierten nun gar 3 der Startnummern der angemeldeten Neukirchner Läufer, und das jeweils in 3-facher Anzahl. Die Läufe hingegen wurden dennoch statt mit einem gemeinsam angestimmten „Ommmm“ ganz profan mit einem ordinären Pistolenschuss gestartet.

Gleich beim ersten Start der Schüler D ging Maximilian Dicken auf die 1 km-Strecke und konnte sich in einer tollen Zeit von 4:13 min, nur knapp hinter dem Sieger, den zweiten Platz erlaufen. Für die, die sich mit den antiken Bezeichnungen nicht so gut auskennen: Schüler D ist heutzutage U10.



Nächste Läuferin war – ebenfalls aus der Dicken-Familie – Katharina, die bei starker Konkurrenz in der Klasse Schülerinnen B (U14) nach 4:15,7 min auf einem guten 4. Platz landete. Der guten Ordnung halber sei vermerkt, dass es nicht in der Absicht des netten Herrn im Bild links lag, als Vitalhindernis einer Konkurrentin einen unberechtigten Vorteil zu verschaffen und er noch rechtzeitig das Feld räumte.


Das Dicken-Trio vollzählig machte im Bambinilauf über 400 m dann Christian, dessen starker 6. Platz nach 1:37,6 min ihn in die erste Finisher-Hälfte katapultierte.



Als nächstes stand die 5 km-Strecke auf dem Plan. Das ist schon ziemlich lang, und damit einer allein sich nicht fürchten musste, taten sich hier Ute Nellessen und Yuhao Guo zusammen, auf dass sie sich Trost spenden und Ermunterung zusprechen konnten. Das klappte aber nur zum Teil. Schworen sich hier beide noch ewige Treue…



…endete es anschließend doch in einer gnadenlosen Hetzjagd, die Yuhao mit 29:05,8 min vor Ute in 30:43,9 min für sich entscheiden konnte.



Ute blieb aber der Trost, als 18. von 27 Frauen der W50 gegenüber Yuhao als 13. von 14 Männern die relativ bessere Platzierung erreicht zu haben. Ihrer Freude hierüber verlieh sie mit diesem Tänzchen denn auch Ausdruck:



Ein noch viel spannenderes und ereignisreicheres Duell sollte der abschließende 10 km-Lauf bringen: Mann gegen Frau, Jung gegen Alt, Tochter gegen Vater, Nellessen gegen Nellessen, wer würde am Ende den Triumph einheimsen? Das junge Nachwuchstalent Meike oder der mit allen Wassern gewaschene Fuchs, ach was Fuchs, der LÖWE VON MONSCHAU Andreas? Im Vorfeld zeigt sich die Herausforderin verschmitzt lächelnd, während der Platzhirsch, ach nee is‘ ja der LÖWE, sich hochkonzentriert gibt, obwohl: ist da nicht ein leiser Schimmer des Selbstzweifels in „the eye of the lion“ sichtbar?



Schweigsam, mit „högschder Konzentration“ steigen sie in das Rennen ein, der Löwe bedacht darauf, gleich einen kleinen Vorsprung herauszulaufen, zu zeigen, wer der Herr im Haus ist. Diesen Vorsprung verteidigt er, knisternde Spannung umgibt die Beiden. Dieses Knistern überträgt sich auf die Kamera, die das Duell rechts nur unscharf einzufangen vermag.



Und doch: Meike kämpft um ihre Chance. Mit der Unbekümmertheit der Jugend bietet sie dem Löwen Paroli, bleibt dran, lässt sich nicht abschütteln, und schließlich setzt sie zum Angriff an, zieht vorbei, nimmt ihrem Vater wertvolle Sekunden ab und beendet das Rennen nach harten 48:57,4 min. Geschlagen und gezeichnet von den Spuren der Strapazen folgt der alte Löwe nach 49:02,8 min. Ihr heldenhafter Kampf beschert Meike darüber hinaus einen hervorragenden 6. Platz im Frauenfeld.



Ist das nun die Wachablösung im Hause Nellessen? Übernimmt jetzt der Nachwuchs das Kommando? Rein sportlich selbstverständlich! Wir werden sehen, ob der alte Kämpfer in die Erfolgsspur zurückfindet und noch einmal kontern kann.

Verglichen mit der Dramatik dieses überaus spannungsreichen Zweikampfes verlief mein eigenes Rennen geradezu unspektakulär und langweilig. Nach wenig Tempoänderung in den 3 Runden, aus denen sich die 10 km-Strecke zusammensetzt, erreichte ich die warme Halle – in selbiger befindet sich das Ziel – nach 42:38,4 min und durfte später dann außer einer Medaille noch einen Beutel mit 990 g Iso Energy Trinkgranulat mit Zitrus-Geschmack mit mir herumschleppen.



Als alles vorbei schien, begann es, unheimlich zu werden. Es spukte nämlich. Zunächst einmal vertauschte eine dunkle Macht die Zahlen in der Ergebnisliste. Dort stand ich plötzlich mit 18 Sekunden plus drin. Einfach so reingehext! Dann fand ich Sabine mit einer ganz phantastischen Zeit im Internet. Sabine, die die schönen Fotos gemacht, die Utensilien bewacht, die Läufer angespornt hatte, die aber selbst nicht die Laufschuhe geschnürt hatte. Angeblich wegen der Füße! Dann sah ich genauer hin. Und schließlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Ihre Startnummer! Die 666! Der Apokalypse nach die Zahl des Satans, des Bösen! Na, mit der Nummer wäre ich auch nicht gelaufen.

Wut und seine grenzenlose Boshaftigkeit hatten Luzifer dann verleitet zu spuken. Und der Spuk war noch nicht zu Ende. Als ich mich auf den Weg machen wollte, stellte ich fest, dass mein Auto weggehext war. Nein, nicht das Auto als solches, aber der Platz in meinem Kopf, der wissen sollte, wo ich es abgestellt hatte. Einfach weg! Okay, vielleicht lag das auch daran, dass ich bei der Ankunft wie ein Lemming hinter einer Horde Läufer hergelatscht war und mir den Weg nicht gemerkt hatte. Am Neujahrsmorgen gegen Sechs hatte ich dann endlich das Auto gefunden und konnte ins Bett gehen. Oder hatte das doch andere Ursachen?

Nach einem aufregenden und ereignisreichen Tag schlief ich ein mit diesem Abschlussbild von der Veranstaltung:



Bernd


 
Marlene-Dietrich-Lauf in Neuss
Es gab einen eindeutigen Sieger: Das war der Erftlauf, mit gehörigem Vorsprung. Die DJK Novesia war stolzer Preisträger im beliebten Wettbewerb „Neukirchen sucht den Superlauf“. Okay, das ist schon etwas länger her, genau genommen 6 Jahre. Mit 24 Teilnehmern konnte damals das Team den (virtuellen) Pokal in ihre Vitrine stellen, nachzulesen im Vereinsspiegel 3/2010 der SG Neukirchen-Hülchrath.

In diesem Jahr setzten unsere Leichtathleten sogar noch einen drauf: Gehörte im Jahr 2010 jeder 33. Läufer der SG an, so war es 2016 doch tatsächlich jeder 32. Wow! Nun, wer die Namen zählt, wird schnell darauf stoßen, dass es am 19. November ganze 13 SG-Läufer beiderlei Geschlechts waren, die eine der Runden beim Neusser Nachbarverein beendeten. Nanu, wie das? Teilnehmerzahl von 28 auf 13 gesunken, aber höherer SG-Anteil bei den Läufern?

Findige Rechenfüchse haben natürlich messerscharf geschlossen, dass entweder der Autor dieser Zeilen Stuss erzählt oder aber die Teilnehmerzahlen beim Nachbarverein insgesamt gesunken sind, und das ist natürlich auch des Rätsels Lösung (die 2. Alternative, NICHT die erste, obwohl…). Besonders groß ist der Rückgang im 5 km-Lauf. Ein Schelm, wer das Jahr 2014 vor Augen hat und Böses dabei denkt! Drücken wir den Novesianern die Daumen, dass sie gestärkt aus dieser Herausforderung hervortreten!

Nach 2 Jahren der schweren Prüfungen klappte diesmal alles einwandfrei, was sicherlich auch der Unterstützung durch ein weiteres Neukirchner Urgestein zu verdanken ist, denn unser Geschäftsführer Christian führte als Streckenposten die Läufer auf den rechten Weg bzw. passte auf, dass sie den selbigen nicht verließen.

Die 13 Läufer der SG Neukirchen-Hülchrath, die sich auf 5 Läufe verteilten, heimsten 3 erste, einen zweiten und einen dritten Treppchenplatz ein und konnten mit folgenden Ergebnissen aufwarten:

Den Bambinilauf ohne Ergebniswertung beendeten Silas Böhme und Bria Domgans.

1000 m, Schülerinnen D:
Maxima Lentz, 4:46 min, 15. Platz
Anna Domgans, 5:06 min, 18. Platz

1000 m, Schülerinnen B:
Leonie Hasberg, 3:44 min, 2. Platz
Franziska Neck, 3:46 min, 3. Platz

Als kleine Hilfestellung für diejenigen, die sich in den seit langem überholten Altersklassen nicht recht auskennen: Schülerinnen D wertet man heutzutage als weibliche U10 und Schülerinnen B als weibliche U14.

5 km Novesia-Runde:
Bettina Majer, 26:14 min, Platz 1 W45, Platz 14 gesamt
Christoph Majer, 27:02 min, Platz 6 M40, Platz 48 gesamt
Bernd Juckel, 20:49 min, Platz 1 M65, Platz 22 gesamt

15 km Hauptlauf
Martin Domgans, 1:09:28 h, Platz 11 M35, Platz 50 gesamt
Christian Spoer, 1:07:14 h, Platz 1 M40, Platz 38 gesamt
Markus Lentz, 1:18:02 h, Platz 21 M45, Platz 91 gesamt
Andreas Nellessen, 1:15:49 h, Platz 16 M50, Platz 102 gesamt

Nach Ende des Laufes, so wurde anschließend gemunkelt, bildete das Orgateam unseres benachbarten Vereins einen Kreis, fasste sich bei den Händen und stimmte zu einer wohlbekannten Melodei an: Sag mir, wo die Läufer sind...

Und ja, ich weiß: Natürlich stammt das Lied ursprünglich von Pete Seeger, aber Marlene Dietrich, die es als erste auf deutsch gesungen hat, ist hierzulande wohl bekannter.

Bernd


 
Berlinmarathon: Eldorado der Betrüger und Blender?
Vor genau 20 Jahren, am 29. September 1996, lief ich den Marathon in Berlin, damals noch mit der langen Schlussgeraden auf dem Kudamm. Irgendwann wollte ich das wiederholen, musste aber bis zum vergangenen Jahr warten, bis mir das Losglück hold war. Das wär’s dann auch gewesen, wenn mir der Lauf nicht einen Freistart für den Gewinn der Altersklasse eingebracht hätte. Also trat ich in diesem Jahr erneut an.



Indes, gut drauf war ich nicht. Nach der 50 km DM Anfang März und der EM in Portugal Ende Mai bedeutete es die dritte längere Vorbereitungsphase in diesem Jahr. Beide Achillessehnen waren gereizt, die rechte besonders, und bei den letzten Läufen spürte ich sie nach wenigen Metern bereits. Die Oberschenkelmuskulatur hinten war nicht in Ordnung, und vor allem links strahlte das bis ins Gesäß aus. Auch waren die Ergebnisse der letzten Vorbereitungswettkämpfe nicht gerade berauschend. Die Zielzeit hatte ich mit 3:10 h daher bewusst nicht allzu hoch gesteckt, wie ich meinte.



Die 10 km-Marke durchlief ich nach 44:38 min. Das war aber alles nicht locker, und vom Erschöpfungsgefühl her wähnte ich mich immer 10 km weiter, als ich tatsächlich war. Als ich die HM-Marke passierte, zeigte mir die Uhr 1:34:19 h an. Das würde eng werden mit den 3:10, vermutlich zu eng. Nach 25 km war endgültig klar, dass ich länger brauchen würde. Von km zu km fraß sich nun der Zweifel stärker in meinen Kopf, warum ich das eigentlich machte. Ich lief nicht locker, im Gegenteil: immer in der Gewissheit, die Beine auf Trab halten zu müssen, weil sie sonst unweigerlich nachlassen würden. Meine eh schon gedämpfte Zielzeit war außer Reichweite. Ich war in meinem Läuferleben schon genügend schnelle Marathons gelaufen. Warum also sollte ich mich heute noch anstrengen? Es wäre doch wunderbar entspannend, einfach Tempo herauszunehmen und ohne Quälerei die restlichen Kilometer abzuspulen.



Ich glaube, ich war selten so weit davor, mich fallen zu lassen und dem „schnellen“ Lauf ein Ende zu setzen. Dann wiederum fiel mir ein, dass ich bisher gerade mental immer stark gewesen war und Hänger überstanden hatte. Ich rief mir in Erinnerung, dass die Berliner Medaillenplätze in der M65 oft weit über 3:10 h gelegen hatten, und ich stellte mir vor, ich würde entspannt die letzten km zum Ziel joggen, in der Ergebnisliste aber sehen, dass ich ohne Hängenlassen locker im Medaillenbereich gelandet wäre. Wochenlang ärgern für 1 Stunde Entspannung? Nein, das nun doch nicht, und so lief ich weiter gegen die Unlust an!



Besser wurde es erst, als ich den 3. Zehner hinter mir gelassen hatte. Nun war der Rest überschaubar. Ich konzentrierte mich jetzt nur noch auf das Rennen selbst, auch wenn das Tempo wie erwartet kontinuierlich gesunken war. Nach 35 km rutschten die Zeiten endgültig über 4:40 min/km. Dabei war ich mittlerweile voll im Kampfmodus und holte aus den Beinen heraus, was sie noch zu leisten imstande waren. Als ich endlich km 38 erreicht hatte, fühlte ich mich fast schon etwas wie im Ziel, denn kurz dahinter, am Potsdamer Platz, wartete Bärbel auf mich, und dann ginge es in die Schlussrunde! Da, da stand sie! Ich winkte ihr zu, hörte meinen Namen und war auch schon wieder vorbei!







Der Kopf spielte jetzt mit, kein Gedanke ans Hängenlassen, und wenn ich mir das Ziel ausmalte, dann in der Entfernung, die real und angemessen war. Das würde ich jetzt durchziehen, ja, ich dachte daran, noch einmal das Tempo etwas anzuziehen, sobald ich km 40 hinter mir hatte. So machte ich es dann auch, und es klappte noch. Später sah ich, dass ich mich auf den letzten 2,195 km nochmal auf ein Tempo knapp über 4:30 gesteigert hatte.



Au! Verflucht! Jetzt war ich beim Brandenburger Tor fast hingefallen, war beim Absatz verrutscht und knallte mit meinem eh schon schmerzenden Großzeh links innen nochmal voll an die Schuhkante! Egal, durch! Dahinten war das Ziel zu sehen, dort wollte ich hin! Nochmal eine letzte Anstrengung, und dann war ich endlich im Ziel!



Meine Uhr zeigte eine Bruttozeit von 3:13:06 h. Ich brauchte eine Weile, um ohne technische Hilfsmittel herauszufinden, dass es wenigstens zu einer Nettozeit unter 3:12 gereicht hatte. Nun war noch die Frage offen, wo ich denn platzmäßig gelandet war. Es dauerte nicht lange, bis ich die Liste der M65 aufrufen konnte. Da fand ich mich dann: Nettozeit 3:11:39 h und Platz 4! Blöd, Platz 4 ist ein undankbarer Platz, der erste außerhalb der Medaillenränge.



Der Sieger der M65, ein deutscher Teilnehmer, hatte eine ganz phantastische Zeit: 2:57:11 h netto. Das war fast wie von einem anderen Stern. Merkwürdig nur, dass er mit 3:11:36 h brutto weit hinten gestartet war. Ich klickte auf den Namen, um die Zwischenzeiten zu sehen. Tja, und das war’s: keine einzige Zwischenzeit! Ganz offensichtlich ein Betrüger also, der noch aus der Liste fliegen wird – mit dem Nebeneffekt, dass ich auf den 3. Platz vorrücken werde, also doch nicht undankbar.



Aus altem Interesse heraus schaute ich mir noch die Liste der M60 an, so lange bin ich dieser AK ja nicht entflohen. Um’s kurz zu machen: Hier wiederholte sich das Spielchen: erneut ein Betrüger am Werk! Zwischenzeiten bis zum Halbmarathon verzeichnet, HM-Durchgang nach 1:55:03 h, dann ohne weitere Zwischenzeiten Endzeit von 2:57:08 h, hieße also 2. Hälfte in 1:02:05 h, für einen M60-er verdammt schnell!



Nun war ich neugierig geworden. Im Hotel angekommen, ging ich systematisch heran und rief nach und nach die AK-Listen auf, schaute nach den Zwischenzeiten der (tatsächlichen oder vermeintlichen) Sieger und achtete bei den vorderen Plätzen auf große Abstände zwischen Brutto- und Nettozeit. Das Resultat ist geradezu niederschmetternd: Bei den Männern sind die Sieger der M60, M65 und M70 allesamt Blender und Betrüger. Das ergibt sich eindeutig aus fehlenden oder nicht passenden Zwischenzeiten. Der 2. der M50 gehört ebenso in diese Kategorie. Bei den Frauen haben betrogen die ersten in W55 und W60 sowie die 2. W50. Das sind jetzt wie gesagt nur die ganz offensichtlichen Fälle auf den vorderen AK-Plätzen.



Ich frage mich, wieso jemand aus Costa Rica anreist, nur um einmal über die Startlinie zu laufen, sich zum Ziel zu begeben und früh im Rennen über die Ziellinie zu laufen. Ebenso will es mir nicht in den Kopf, wie zwei Damen jenseits der 50 gemeinsam in 1:46,5 Stunden bis km 15 traben, um dann wiederum gemeinsam eine Stunde plus 10 Minuten später die Ziellinie zu überqueren – in denen sie angeblich 27,2 km gelaufen sind.



Ich verstehe aber auch die Veranstalter nicht, die solche ganz dreisten Fälle nicht sofort aus der Liste herausschmeißen. Sicher wird es nach einigen Tagen eine korrigierte Liste geben. Aber Zeitungen, Zeitschriften oder Online-Listen übernehmen die ersten, unkorrigierten Ergebnisse der Veranstalter. In der Spiridon z. B. tauchen also die auf, die beschissen haben, nicht die wahren Sieger.



Diese unsportlichen Typen schmälern die Freude an solchen Wettkämpfen.



Bernd



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