SG Neukirchen Hülchrath - LeichtathletikAbteilung.DE


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03.07.2010 Die durch die Hölle gehen: Marathon brutal
 
Jungfrau, Zermatt, Davos: ich bin sie alle gelaufen – schön, aber hart und herausfordernd jeder von ihnen. Im Vergleich zu diesen zählt der Marathon in Oberstaufen bereits unter normalen Bedingungen für mich zu den härtesten; nach dem Hitzelauf 2010 ist er definitiv mein leidvollster gewesen, Brutalmarathon eben.

Dabei kannte ich die Strecke von vor 3 Jahren, mit Ausnahme des einen, des schönsten Teils: der Panoramaweg über den Kamm der Nagelfluhkette. Aus Wettergründen wurde damals die Ausweichstrecke gewählt. In diesem Jahr nun wollte ich die ganze Strecke laufen, inklusive des Sahnehäubchens. Ich wartete zunächst ab, wie sich mein Bandscheibenvorfall entwickelte, meldete mich dann rechtzeitig an, freute mich riesig und hoffte auf schönes Wetter.

Schönes Wetter: das bedeutete für mich keineswegs Temperaturen über 30° auf einer zum Großteil schattenlosen Route. Je näher der Samstag rückte, um so höher stiegen die Prognosen, letzte Vorhersage: 33° C. Samstagmorgen bei der Ankunft hatte sich bereits um ½ 8 pralle Hitze breit gemacht mit Temperaturen, die ich erst nach 2 oder 3 Stunden Laufzeit erwartet hatte.

Mein Ziel für den Lauf war klar abgesteckt:
Durchkommen ohne Blessuren!
Kein Gedanke an Zeiten, Platzierungen, Wettbewerb!

Die Taktik dafür lautete:
Langsam und mit möglichst geringer Anstrengung laufen!
Bei den Steigungen frühzeitig und viel gehen!
Jede Möglichkeit, zu trinken und den Körper zu kühlen, nutzen!

…Uiuiuiuiui! Bereits die ersten 2 km, durch den Ort und noch ganz flach, zeigten die Kraft der Sonne. Dann ging es in den Wald hinein, herrlich, noch kühl, dafür aber der erste kräftige Anstieg. Langsam, Kräfte einteilen, der Lauf ist noch lang! Ich folgte meiner Taktik und wechselte auf Gehen um, sobald mir der Anstieg zu steil wurde, und lief wieder an, wenn’s etwas flacher war. Nach knapp 2 km Aufstieg war der höchste Punkt erreicht, und nun zeigte sich die Perfidie dieses Laufes, denn flugs wurde der ganze schöne Höhengewinn wieder abgetragen, und es ging die nächsten 3,5 km bergab, nicht ohne dass immer wieder kleine giftige Gegenanstiege den Abwärtslauf unterbrachen.

Dieser Abstieg erfolgte in praller Sonne, und bereits hier – nach nur einmal richtig rauf und einmal richtig runter – hatte ich das Gefühl, statt fester, geschmeidiger Muskeln Pudding in den Beinen zu haben. Dieser häufige Wechsel zwischen Anstieg und Abstieg ist es, was diesen Marathon so fies und anstrengend macht. Insgesamt kommen so nach Veranstalterangaben 1.800 Höhenmeter zusammen, sowohl rauf als auch runter.

Der Marathon in Oberstaufen (Allgäu) hat 3 heftige, lang gezogene Steigungen, den gerade geschilderten, leichteren Anfang nicht mitgerechnet. Die ersten beiden Steigungen kannte ich bereits und hatte sie als steil und sehr anstrengend in Erinnerung. Vor mir konnte ich die ersten Läufer auf dem ansteigenden Asphaltweg sich abmühen sehen.

„Ist das heiß! Verdammt, dass ausgerechnet hier kein bisschen Schatten ist! Ich hab doch trainiert, wieso geht das dann trotzdem so schwer? Klar, so steile Passagen habe ich zuhause gar nicht, erst recht nicht so lange. Herrgott, das wird ja immer steiler. War das 2007 auch schon so? Na, muss ja! Nee, jetzt wird gegangen! Schon besser. Ah, da oben, das muss der höchste Punkt sein, gleich geschafft! Ach du Scheiße, das geht ja noch höher. So hab ich das gar nicht in Erinnerung! Irgendwann muss diese verfluchte Steigung doch vorbei sein! Komm, lieber wieder gehen! Wenn doch bloß mal wieder etwas Schatten käme, damit ich wenigstens die Kappe lüften kann. Die Luft am Kopf muss doch bald kochen. Mein Gott, dieser Holperweg über die Wiesen nachher verläuft ja auch die ganze Zeit in der prallen Sonne. Langsam, Kräfte einteilen, der Lauf ist noch lang!“

Ja, und dann war diese erste Härteprüfung endlich vorbei. Was heißt vorbei? Der nächste Anstieg schloss sich fast nahtlos an, unterschiedlich zum einen durch die Bodenbeschaffenheit, nämlich unbefestigter, recht unebener kiesiger Wanderweg, zum anderen dadurch, dass er fast durchgängig die Steilheit des Vorgängerstücks noch übertraf. Kein Unterschied dagegen in der direkten Sonnenbestrahlung! Die Sonne knallte unbarmherzig, schien sich so richtig auszutoben, durch kein noch so kleines Wölkchen unterbrochen. Es war noch nicht einmal 10 Uhr. Serpentinenartig schlängelte sich der Weg nach oben. Ziel war die Bergstation der Imbergbahn.

Langsam, Kräfte einteilen, der Lauf ist noch lang! Ich glaube, ich bin den größten Teil des Aufstiegs gegangen, aber es war richtig so, wie sich später zeigte Wenn der Weg etwas weniger anstieg, machte ich einige Laufschritte. Dabei überholte ich stets, und ging wieder, wenn es mir zu anstrengend wurde, schon zogen die anderen wie eine kleine Schneckenarmee wieder an mir vorbei. Der Schweiß lief, und unterm Käppi staute sich die Luft. Die Hitze nahm noch zu

Ich war erschöpft, mein Mund war ausgetrocknet, die Haut aufgeheizt, als ich endlich das Imberghaus mit der Verpflegungsstelle erreicht hatte. Als erstes lief ich unter die Dusche, die dort aufgebaut war, spürte, wie Kräfte und Konzentration durch die Kühle des Wassers zurück kehrten. Dann war Trinken angesagt. Es ging nur in kleinen Schlucken, schnelle Flüssigkeitsaufnahme ließ der Körper nicht zu, 2 Becher, dann noch einer langsam hinterher. Bevor ich weiterlief, noch einmal Oberkörper in die Dusche und Kappe mit Wasser gefüllt auf den Kopf. Dieses volle Programm zog ich an allen Verpflegungsstellen durch. Oft waren Läufer, die mit oder nach mir ankamen, längst wieder weiter, während ich noch Zeit dort verbrachte. Es war in Summe viel Zeit, aber ich bin sicher, dass es gut investierte Zeit war. Die Unterbrechung und relative Ruhe taten gut, und die Versorgung mit Flüssigkeit sowie die Abkühlung des Körpers waren lebenswichtig.

Hier auch noch ein Wort zur Organisation: Die Veranstalter hatten das hervorragend gemacht, hatten den neun offiziellen Verpflegungspunkten eine Reihe weiterer Wasserstellen hinzugefügt, so dass spätestens alle 3 km Versorgung gegeben war. Ja, selbst über die „offiziell ergänzten“ Wasserstellen hinaus saßen mitten am Wiesenweg plötzlich Helfer, die Becher an die Läufer reichten. Vorbildlich! Und so wohltuend, wenn wieder mal nach kurzer Zeit die Kehle ausgetrocknet war oder die Haut glühte!

Weiter! Auf breiter Asphaltstraße folgte eine Passage, die bei nur leichtem
Auf und Ab etwas Erholung brachte. Wenn nur die pralle Sonne nicht so brennen würde! Nach einiger Zeit verließ die Route die Asphaltstraße, der Aufstieg zum Kamm begann: Terra incognita für mich. Dieser Teil hatte es in sich, 500 Höhenmeter auf ca. 3,5 km Länge, wobei der Anstieg anfangs noch moderat verlief und schließlich steiler und steiler wurde, weiterhin so gut wie kein Schatten, selten mal ein Baum oder größerer Strauch. Selbst die Durchgängig-Läufer gingen hier fast nur noch.

Ein erster Lohn der Mühe! Ich hatte den Beginn des Kamms erreicht, den Streckenteil, der diesem Lauf seinen besonderen Reiz gibt und der der Lohn der harten und heute brutal-harten Anstrengung war. Hier war die Luft nicht ganz so heiß wie zuvor, manchmal sogar ein schwacher Windhauch zu verspüren. Nur: Leicht wurde der Lauf dadurch noch lange nicht, im Gegenteil, neue Herausforderungen warteten.

„Boahh, endlich oben! Wenigstens sind diese Scheißanstiege jetzt passé. Ja, es stimmt, das ist wirklich ein phantastischer Ausblick hier! Verdammt, fast daneben getreten! Ich muss aufpassen, darf mich nicht vom Blick ablenken lassen, so schön er auch ist. Jetzt wird wenigstens mal wieder etwas gelaufen, verdammt eng ist das aber, jetzt fällt der Weg auch noch ab. Ohje, Bernd, jetzt konzentrier dich voll auf den Weg, lieber nicht nach da unten schauen. – Schon wieder alles voll mit den Baumwurzeln, vorsichtig drüber springen, das würd’ mir noch fehlen, mir ausgerechnet hier den Fuß zu verknacksen. Herrgott, wo ist denn jetzt der Weg? An dem Fels da geht’s doch gar nicht weiter. Ach ne, da, da ist eine Markierung. Na, da nehm ich beim Rüberklettern doch lieber die Hände zu Hilfe. Ah, hier wo’s 3 Meter runter geht, sind ja Metallstufen angebracht. Vorsichtig absteigen.

Ist aber total nett, dass die Wanderer warten und uns den Vortritt lassen. Ist auch ne kleine Motivationsspritze, wenn die klatschen und uns Ermunterungen zurufen. Au, jetzt wär ich fast gestolpert, komm mir schon vor wie ne Gemse bei dieser ewigen Hüpferei über die Steine und vor allem die vielen Baumwurzeln, das sind ja regelrechte Gitter aus Wurzeln, wie Spinnweben. So langsam ermüden meine Füße. - Ach du Scheiße, ich denk, dieser Kamm ist flach, ne, da hinten kraxel ich lieber langsam hoch. Mein Gott, ist das hier schmal. Aber toll, hier kann man ja nach links einige Hundert Meter ins Tal gucken und nach rechts auch. Lieber mal ganz langsam, das ist echt ein supergeiler Ausblick! Schade, hätte ich bloß ne Kamera mitgenommen! Ach ne, lieber doch nicht, dazu muss ich zu viel balancieren, wär bestimmt schon auf die Fresse gefallen.“

Nach 3 km war das Ende des Panoramawegs auf dem Kamm erreicht. Kurz danach zeigten je ein Pfeil geradeaus - dieser Weg ging steil nach oben - und einer nach links - jener ging steil nach unten. „Wohin?“ „Erst nach oben, dann wieder runter.“ Musste das jetzt sein? Schon wieder ein steiler Anstieg? Ich ging langsam die ca. 200 m bergauf und befand mich nun auf dem höchsten Punkt der Laufstrecke, der Bergstation der Hochgratbahn. An der Verpflegungsstelle dort zog ich wieder das volle Kühl- und Verpflegungsprogramm durch, bevor ich den Abstieg begann…

Ein richtiges Scheißstück! Der Abstieg beginnt bei der Hochgrat-Bergstation und endet an der Hochgrat-Talstation. Dazwischen liegen ca. 800 Höhenmeter und ein breiter Fahrweg mit einer Decke aus meist finger- bis faustgroßen Kieselsteinen, die Gesamtlänge beträgt knapp 6 km, erst spät geht dieser Kiesweg in Asphalt über. Dieses Stück erforderte höchste Konzentration, denn der Untergrund war extrem uneben.

Ich verfluchte dieses Stück. Wurde natürlich immer mal wieder zu schnell, musste dann bei Risiko des Wegrutschens abbremsen, und war erleichtert, als es von der Traufe in den Regen ging, sprich wenigstens wieder Asphalt kam. Mit Puddingbeinen erreichte ich die Talstation, ein Blick auf die Uhr zeigte mir, dass es bereits nach ½ 12 war. Mehr als 3 Stunden war ich schon unterwegs, noch 15 km lagen vor mir. Die letzten km war ich so auf den Weg und das Nicht-Wegrutschen konzentriert gewesen, dass ich auf das Drumherum kaum geachtet hatte. Nun, da diese Anforderung vorbei war, wurden mir die knallende Sonne, die immer mehr aufgeheizte Luft und mein eigener verschwitzter und erschöpfter Zustand wieder bewusst. 15 km musste ich noch kämpfen, 15 km in der Hitze, nach drei Stunden Anstrengung, sind verdammt viel, und ich schwor mich erneut ein:
Langsam, Kräfte einteilen, der Lauf ist noch lang!

Talstation, Verpflegung, den Körper wieder herrichten. Dann ein Dankesgebet an den Planer der Strecke, denn es ging in den Wald, auch hier war die Luft mittlerweile aufgeheizt, aber es gab wenigstens keine Sonne, die Kappe konnte ich abnehmen, den Kopf der frischen Luft aussetzen. Zweifel, ob das Dankesgebet nicht verfrüht war, tauchten auf, denn einige recht flache Passagen wurden abgelöst von weiteren Anstiegen, diese sind verglichen mit den vorherigen ein Furz im Ozean, aber die Beine waren halt nicht frisch, und da fallen auch leichtere Anstiege schwer.

Auch in den Flachpassagen ließ ich mein Tempo nicht schneller werden als bei normalen Trainingsläufen. - Ab km 38 war dann jeder einzelne km ausgezeichnet, vorher nur alle 5 km. Der Nachteil dieser letzten km war: Sie gingen durch den Ort und hatten das nicht, was am segensreichsten gewesen wäre, nämlich Schatten. „High noon“ war vorbei, die Hitze näherte sich ihrem Höhepunkt, und im Ort wurde sie noch von Straßen und Häusern reflektiert.

Dann passierte es doch noch, ca. 1 ½ km vorm Ziel. Ich schwör’s: Vorher hatte ich auch nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, war ausschließlich in Abwandlung des Gore’schen Mottos gelaufen: No ranks, no times! Nun aber sah ich erneut einen langsamer werdenden Läufer vor mir, der mich irgendwann beim Aufstieg überholt hatte und den ich aufgrund seines grauen Bartes und der Gesichtszüge als der Altersklasse M60 zugehörig eingeschätzt hatte. Genau dieser tauchte nun vielleicht 100 m vor mir wieder auf.

„Na und? Ich will DURCHKOMMEN, und da bin ich bald am Ziel. – Ja aber, wenn der nun wirklich meine Altersklasse ist? Und ganz kurz VOR mir im Ziel? Da ärgere ich mich doch später schwarz. Ey, mehr als 1,5 km können’s nicht mehr sein. Da muss ich mich noch mal vielleicht 7 Minuten anstrengen. – Ey, geht doch! Und wie der Abstand kürzer wird, den pack ich, aber locker. Danach kann ich ja wieder langsamer machen. So, schon vorbei! Nun noch etwas Abstand zwischen uns bringen. Nur bis da vorn lauf ich noch in dem Tempo weiter. - Also, jetzt noch abbremsen wär aber auch doof! Weit isses nicht mehr. – Puh, ist das scheißheiß! Runter mit der Mütze, iss ja nicht auszuhalten. - Da vorne ist schon der Eingang zum Sportplatz. Ham die hier ne Fußbodenheizung oder was? Das wird ja immer stickiger. Da ist endlich der Start- und Zielbogen. Durch und geschafft“

Jauchzet! Frohlocket! – Nein, nichts dergleichen. Ich verspürte nur Erschöpfung, eine wohlige Schlaffheit, endlich konnte die Anspannung sich lösen! Nicht mehr sich selbst vorwärts treiben, einfach nur sich hängen lassen! Meinem vermeintlichen AK-Konkurrenten hatte ich noch etwa 200 m abgenommen. Natürlich gehörte er auch nicht der AK M60 an, sondern lief gar noch in der M45. Sei’s drum! Diese Schlussbeschleunigung führte jedenfalls dazu, dass ich mit 4:18:56 h um knapp 1 ½ min schneller war als bei meinem langsamsten, dem Zermatt-Marathon, bei dem genau die gegenteiligen Bedingungen geherrscht hatten (Temperatursturz und Schneeregen auf 3000 m).

Den Lauf beendeten 161 Läufer und Läuferinnen.
Ganze 3 blieben unter 4 h, der schnellste mit 3:30:56 h.
46, das sind 29%, konnten unter 5 h finishen,
3 der Läufer kamen nach über 7 h ins Ziel und wurden trotz Überschreitung der offiziellen Schlusszeit noch gewertet.
Meine Taktik war insgesamt richtig, denke ich, denn letztlich war ich dadurch noch bis auf Gesamtplatz 10 durchgerutscht, wenn auch nicht geplant, so doch als netter Nebeneffekt.

Im Zielbereich hatte man eine große Leinwand aufgebaut. Hier fieberten wir dann mit der deutschen Mannschaft und bejubelten die Tore. Ein schöner Abschluss.

Abends im Hotel erwähnte Bärbel einem anderen Gast gegenüber, dass ich beim Marathon mitgelaufen sei. Ja, so was hätte er auch schon mal gesehen. Ob denn auch die Rollis mitgefahren wären? Nein, sagte ich, Rollis seien nicht mitgefahren.

Bernd
gemeldet von Bernd Juckel am 7. 7. 2010


05.07.2010 LG-Athleten bei diversen Veranstaltungen
 
2. Juli: Allrounder Willy Helfenstein lief bei den Deutschen Senioren Meisterschaften in Kevelaer in der Klasse M 50 die 800 m als insgesamt 8. in neuer persönlicher Bestzeit von 2,18,14 Min. -Derzeit "erholt"
sich Willy beim alpinen Bergsteigen in der Schweiz.

3. Juli: Ein anderer 100 km-Läufer , Bernd Juckel, läuft
den "Alpin-Marathon" in Oberstaufen bei /- 1800 m Höhen-
meter als Klassensieger M 60 (ingesamt 10. Platz bei 161 Teilnehmern im Ziel) in 4,18,56 Std.

4. Juli: Marathon-Lauf in Wegberg
M 45: 2. Platz Helmut Hahn in 3,47,18 Std.
Staffel-Marathon: Die Staffel 1 mit Thomas List,Sascha
Velten,Rainer Königs (jeder läuft 2 x unterschiedliche Strecken!!) gewinnt in 2,45,12 Std. vor der 2. SG-Mannschaft
in 3,07,46 Std.. Eine 3.SG- Mannschaft landet als 10.in
3,26,52 Std. bei über 30 teilnehmenden Mannschaften.

4. Juli: 1. Neukirchener Pokerlauf: Ergebnisse unter "Ver-
anstaltungen".

Werner Moritz
gemeldet von Werner Moritz am 5. 7. 2010


02.07.2010 Willy ! - Willy !
 
Was dereinst Willy Wülbeck gegolten hat, liegt einem jetzt auf der Zunge, nachdem Willy Helfenstein vor einer knappen Stunde bei Temperaturen, die wahrscheinlich Blei verflüssigen, bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer seine bisherige Bestleistung über 800 m tatsächlich um zwei Sekunden unterboten hat. Mit 2:18,14 Min. erreichte er in der AK M50 den 8. Platz und erzeugt weiter ungläubiges Kopfschütteln darüber, wie man über 800 m und 100 Km in die vorderen Ränge bei Deutschen Meisterschaften laufen kann.
Grandios, Willy !

Glückauf, Christian
gemeldet von Christian Dömelt am 2. 7. 2010


25.06.2010 Erftflitzerlauf in Holzheim
 
Der 18. Erftflitzerlauf am Freitagabend beim Nachbarverein , der SG Holzheim, war wiederum eine „runde Sache“. Bei herrlichem Sommerwetter konnte die relativ kleine SG –Läuferschar viele vordere Platzierungen erreichen.
Unsere „Allerkleinsten“ erfreuten besonders: Über 400 m der Klasse W 6 gab es durch Franka Janssen und Katharina Dicken die Plätze 1 und 3. Anna Klein erkämpfte sich in der Klasse W 9über 600 m Platz 2. Über 1300 m gab es Siege durch Kathrin Nellessen (W14) und Jan-FelixNeukirchen (M10).
Über 3700 m war Vielstarter Willy Helfenstein in der Klasse M 50 vor Abteilungsleiter Christian Dömelt als 2. nicht zu schlagen. Carola Beckers gewann die Frauenklasse und Ute Nellessen Platz 2 (W 40) über 3700 , während Meike Nellessen Platz 2 in der weibl. Jgd. B erzielte.

Hervorzuheben: Familie Nellessen mit 4 Startern, denn Andreas Nellessen war auf der Langstrecke über ca.8ooo m der einzige SG -Läufer der doch großen SG –Läufergruppe.

Zum guten Schluß: Von den 12 Staffeln über 3 x 777 m wurden 4 Staffeln von der SG gebildet: Die gemischte Staffel mit Meikel Korfmacher, Olivia Langwald und Willy Helfenstein gewann ebenso wie die „Frauenstaffel“ mit Fabianne Niemann, Leonie Reif und Meike Nellessen.
gemeldet von Werner Moritz am 28. 6. 2010


28.06.2010 4. Platz Für Sascha Velten bei Senioren-DM
 
M 35 -Nordrhein-Seniorenmeister über 5000 m Sascha Velten
konnte auch bei den Deutschen Senioren-Meisterschaften am Sonntag, 27.Juni in Kaiserslautern überzeugen. Platz 4 in 15:52,07 Min.-das bei "gefühlten 35 Grad", wiederum eine tolle Leistung.
Nach den vielen Rennen in den letzten Wochen wird Sascha lt. Trainer Adi Rosenbaum nunmehr eine Regenerations-Pause einlegen, um dann wiederum mit frischen Kräften anzugreifen.
gemeldet von Werner Moritz am 28. 6. 2010


27.06.2010 Hitzeschlacht von Kaiserslautern
 
Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften am 26. und 27. Juni in Kaiserslautern konnte Sascha Velten seine fantastische Vielseitigkeit unter Beweis stellen. Nach Erfolgen über die Marathon-Distanz im Frühjahr hatte er sich für die 5000 m der Deutschen Seniorenmeisterschaften in der AK M35 qualifizieren können und hier seine gute Form bestätigt. Im Backofen von Kaiserslautern bei deutlich über 30 ° C belegte er in 15:52,07 den 4. Platz nur sechs Sekunden über seiner PB.

Gruß, Christian
weitere Infos unter: http://www.leichtathletik.de/results/3015_Kaiserslautern_DMSeniorenI_2627062010.html
gemeldet von Christian Dömelt am 27. 6. 2010


24. Juni 2010 Leichtathletik-Stadtmeister in Grevenbroich
 
Am 18. Juni fanden im Schloßstadion die Grevenbroicher
Stadtmeisterschaften bei guten äußeren Bedingungen statt.
In den Schülerklassen konnten insbesonderem die Jüngsten
überzeugen:
In den Klassen W 6 und W 7 gewannen Franka Janssen und
Franziska Neck sowohl den Dreikampf als auch den 600 m-Lauf. Doppelsieger wurden ebenfalls Leonie Reif (W15) und Justus Krumbiegel (M 6). Dreikampf-Stadtmeister wurden
Tom Schuhmacher (M 5) und Lukas Lammers (M 15). Über 800m
dominierten Neuzugang Clara Müller(W11) sowie die Schwestern Kathrin Nellessen (W14) und Meike Nellessen (w.J
B). Über 1000 m siegt Neuzugang Felix Mohr in der Klasse M14.
Die abschließenden 3000 m wurden von den SG-Läufern und Läuferinnen beherrscht.
Abiturentin Carola Beckers gewann den Frauenlauf vor Uschi
Sieberichs (W 50). Im Männerlauf dominierte Sascha Velten,
der 2 Tage nach seinem 3000 m-Hindernislauf in neuer Vereinsrekordzeit von 9,56,45 Min. die Flachstrecke in
9,21,48 Min. absolvierte. "Dauerbrenner" Willy Helfenstein
gewann die Klasse M 50 in 10,43,53 Min. vor Peter Gellrich, der in der M55-Klasse in 12,34,47 Min. siegte.
gemeldet von Werner Moritz am 24. 6. 2010


17.06.2010 Quali geschafft, Kevelaer kann kommen !
 
Du Depp, die paar Zehntel hättest Du auch noch schneller laufen können. So der abfällige Kommentar eines Läuferkollegen aus dem Hessischen nach den Kreismeisterschaften über 800 m Anfang Juni in Düsseldorf. Hintergrund war, dass ich ohne es zu wissen die Qualifikationszeit für die Deutschen Seniorenmeisterschaften in Kevelaer nur knapp verpasst hatte. Ich ließ mir meinen inneren Ärger nicht anmerken und suchte nach einer passenden Gelegenheit diese Schmach auszubügeln. Im Internet wurde ich fündig. Vor Anmeldeschluss fand ich noch einen 800 m-Lauf beim Tus Köln rechtsrheinisch statt(op de Schäl Sick). Das ist deine Chance dachte ich mir. Im Stadion kam ich mir dann doch etwas fehl am Platze vor. Die meisten Läufer um Generationen jünger aussehend mit dem Körperbau einer Gazelle. So war ich auch als ältester Teilnehmer erst im Lauf 4 am Start. Neben mir auf den anderen Laufbahnen überwiegend junge Frauen. Und denen ließ ich ganz gentlemanlike natürlich (gezwungener Maßen) den Vortritt. Was schön fürs Auge ist, ist nicht immer gut für die Zeit. Nach einer ersten 69ger Runde war Ausgangs der Gegengerade Schluß mit hinterherlaufen. Mutig ging es aus dem Windschatten vorbei. Doch dann die Zielgerade. Die Beine brennen, der Wind bläst von vorne. Mit letzter Kraft werfe ich mich ins Ziel. Bei 2:20,35 Minuten bleibt die Uhr stehen. Neue persönliche Bestzeit und das wichtigste: Die Qualifikationszeit für die Deutschen um 65 Hunderstel unterboten. Von wegen Depp. Jetzt gehts am 2.Juli auf zur Marienwallfahrt nach Kevelaer mit ein bischen Laufen. Es stehen ja nur 800 m auf dem Programm.
weitere Infos unter: www.tuskoeln.de
gemeldet von Willy Helfenstein am 17. 6. 2010


13.6.2010 Eine späte Revanche
 
Rückblick: Am 16. Juni 2007 besucht der Kirmeszug „Grönländer“ die Museum Insel Hombroich und begießt dieses Ereignis abends bis weit in die Nacht hinein unter Zufuhr etlicher Mengen Bier und später auch Hochprozentigem. Am Vormittag des 17. Juni 2007 macht sich eines der Mitglieder, gleichzeitig Läufer in Reihen der SG Neukirchen-Hülchrath, auf den Weg zum Kitzenhauslauf über 10 km in Aachen-Hahn. Die nicht so sehr mit der Zielrichtung „Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit“ durchgeführte Flüssigkeitsversorgung des vorherigen Abends lässt diesen Lauf in einem Desaster enden. Beim Torkeln ins Stadion kündigt der Sprecher zwar einen AK-Sieger an, aber aufgrund des desolaten Erscheinungsbildes scheint er den „Läufer“ der M80 zugeordnet zu haben. Jedenfalls musste der Mensch, dessen Name hier nichts zur Sache tut, sich mit schmählichen 43:57 min und dem 4. Platz in seiner wirklichen AK zufrieden geben. Im Laufbericht des damaligen Geschäftsführers gibt dieser die zufällige Begegnung beider folgendermaßen wieder: „Ich sah ihn an und meinte, ach du bist es, man siehst du sch…. aus, ich hätte dich fast nicht erkannt.“

Selbiger Läufer, nennen wir ihn der Einfachheit halber Bernd, gründet daraufhin den gemeinnützigen Verein KAVIAR (Kein Alkohol vorm im ambitionierten Rennen) und sinnt auf Revanche. Diesem Lauf wird er’s zeigen, einmal wenigstens will er ihn sauber durchziehen. Die Crux ist, dass stets 12 Monde ins Land gehen müssen, bis einmal der Tag der Abrechnung gegeben ist. Widrige Ereignisse lassen das Racherennen ein ums andere Mal ungelaufen bleiben, doch nach 3 Jahren ist es endlich soweit.

Der Tag der Revanche:

Am 13. Juni 2010 soll die Revanche gelingen. Seinen Gutenachttee genießend, baut unser Läufer am Vorabend die nötige mentale Stärke auf und versorgt sich mit dem geeigneten Mantra. Als anderntags der Startschuss fällt, formen ausgedünsteter Knoblauchgeruch und gleichmäßig fließendes Mantra eine besondere Melange, die Bernd die ansteigenden ersten 2,5 km hinauf trägt. 3 Jahre zuvor begann danach das große Leiden erst so richtig. Aber diesmal fließt es, dem Mantra sei dank! Der Weg schmiegt sich den Füßen an, als wolle er dem Rächer Unterstützung signalisieren. Der Wald spendet Schatten, die Temperaturen sind milde, lauffreundlich. Zwischen 6. und 8. km wartet noch einmal ein leicht ansteigender Streckenteil, aber danach ist der Keks gegessen. Was am Streckenbeginn bergauf ging, geht nun wieder bergab. Rollen ist angesagt, bevor auf einer halben Stadionrunde ein letzter Spurt dieses Rennen krönt.

Jawoll, geglückt! Mit glatten 39:00 min für wellige 10 km, dem 16. Gesamt- und dem 1. Altersklassen-Platz (nein, nicht in der AK M80!) ist eine 3 Jahre alte offene Rechnung beglichen. Petrus beglückwunscht den Rächer und belohnt ihn mit lächelndem Sonnenschein - aber erst nach dem Lauf. Ein verführerisches, attraktives after-race-beer wirft sich dem Läufer in die Kehle.

Bernd
gemeldet von Bernd Juckel am 14. 6. 2010


12.06.2010 Laufen im Arnsberger Wald
 
Freitag - kurz vor Feierabend - bekam ich noch den Tip eines Kollegen: Da ist doch morgen der Möhnesee Pokal Lauf - wär doch was für Dich. 15km, 300 Höhenmeter, fast direkt vor der Haustür, eigentlich keine schlechte Idee - kurz entschlossen abends auf die Webseite gesehen - Online-Anmeldung noch möglich (am Abend vorher!), es gibt also keine Ausrede.
Passend zum Wetter der letzten Tage als kurz vorher noch schnell etwas Sonnencreme aufgeschmiert und ab zum Lauf. Pünktlich fing es an zu regnen. Das Thermometer im Auto sagte irgendwas von 14°. Eigentlich perfektes Laufwetter, aber doch gefühlt deutlich zu kalt. Die Versuchung, noch ein T-Shirt unter das Trikot zu ziehen konnte ich mit einem kurzen Gedanken an den Trainer unterbinden. 15:00 Uhr - Start - die Startlinie ist vielleicht 1m breit, der Weg dahinter nicht besser. Chaos am Start tritt aber bei den 70 Läuferinnen und Läufern nicht auf, alles geht locker und gesittet ins Rennen - gut gekühlt durch den stärker werdenden Regen. Das Höhenprofil kündigte die erste kurze Steigung bei km 2 an und dann bei km 6 ne richtig lange Steigung bis zum Wendepunkt, und dann alles wieder runter. Also erstmal locker Tempo finden und einsortieren - letzteres ging schnell, nach 2 km war ich schon ziemlich alleine - etwa 200m vor mit ein Grüppchen, hinter mir eigentlich nix. Die erste Steigung ging problemlos, das Training im Wald macht sich bemerkbar. Dann ging's auf die richtige Steigung - das Grüppchen vor mir immer noch in Sichtweite - aber näher komme ich nicht. Eher bauen die noch etwas Vorsprung aus. Der Weg wird teilweise doch sehr steil. Irgendwann kommt mir die Spitze entgegen - Berg runter geht schneller als Berg rauf! Irgendwann ist dann die Steigung geschafft, oben auf dem Berg geht's einmal um den Wendepunkt rum und direkt wieder runter. Hier ist auch der einzige Verpflegungsstand - bei dem Wetter nicht nötig, bei 10 Grad mehr und Sonnenschein wär's mit einem Wasserstand sehr lustig geworden.
Die Gruppe vor mir ist etwas weg - nach hinten ist doch deutlicher Abstand. Also mal sehen, wie ich den Berg runterkomme. Die Brille ist nass, der Waldweg ist matschig - viel sehen tu ich nicht, aber das Glück ist mit den mutigen. Also Vollgas runter, die Gruppe vor mir muss ich doch einholen können. Aber offensichtlich geben die vor mir aus Gas. Die Lücke wird zwar wieder etwas kleiner, aber ran komm ich nicht. Nach dem "hohen" Berg geht's nochmal etwa 5km wellig zurück zum Ziel. Ich versuche das Tempo "relativ" hoch zu halten - komme aber an die Gruppe nicht ran. Zwei Läufer in der Gruppe fallen doch irgendwann deutlich zurück und lassen sich von mir überholen, der Rest ist leider uneinholbar.
Am Ende bin ich 12. im Gesamteinlauf mit 1:05:33 und 4. in der M40. Ärgerlich, der 3. M40 war in der Gruppe vor mir und hinterher 20 Sekunden früher im Ziel. Aber egal, für meinen ersten Wettkampf mit ernsthaften Höhenmetern bin ich doch ziemlich zufrieden!
weitere Infos unter: http://www.lg-deiringsen.de">http://www.lg-deiringsen.de
gemeldet von Thomas am 13. 6. 2010


10.06.2010 TorTour an der Ruhr
 
TorTour an der Ruhr
(oder Pfingsten mal anders)
Jens Vieler rief mal wieder auf zur TorTour deRuhr. Kurz TTdR. Dies ist ein Einladungslauf der von der Ruhrquelle in Winterberg bis zur Mündung in den Rhein bei Duisburg geht. Gelaufen wird auf dem RuhrtalRadweg. Es werden drei Distanzen angeboten. Die TorTour de Ruhr 230 km, Ruhr Hundred 160,9 km und den Bambinilauf 100 km.
Wer als Ultraläufer direkt an der Ruhr wohnt sollte sich diesen Lauf nicht entgehen lassen dachte ich mir und schrieb Jens per Mail an. Da ich in meiner Laufkarriere noch nie über 100 km am Stück gelaufen bin setzte ich mir ein realistisches Ziel und bewarb mich für die klassischen Hundert Meilen. Durch die Referenz von Doc Weigelt erhielt ich eine Zusage. Also konnte die Planung losgehen. Für das Organisatorische und das Logistische stellte sich mein Vater sofort zur Verfügung. In der Ausschreibung stand das man mindestens einen oder besser zwei Rad -oder Autobegleiter haben muss. Mein Team bestand gleich aus 6 Radbegleitern und einen Wohnmobilfahrer der uns parallel begleitet hat. Also konnte ich mich voll auf die läuferische Vorbereitung konzentrieren.
Start war am Pfingstsamstag um 18.00 Uhr in Arnsberg am NASS. Frühzeitig angereist mit Wohnmobil und den ersten zwei Radbegleitern kamen schon die ersten 230 km Läufer zum Verpflegungspunkt am NASS. Sie waren schon seit 8.00 Uhr unterwegs. Allen voran Markus Flick aus Ennepetal der spätere Sieger. Einige Zeit dahinter Pete Haarmann aus Hagen. Auch er finishte die 230 km. Glückwunsch euch beiden.
Nach einer 8 km Einführungsrunde in Arnsberg ging es über den RuhrtalRadweg in Richtung Neheim, Wickede, Fröndenberg, Schwerte, Westhofen in Richtung Hengsteysee in Herdecke wo die erste Etappe nach knapp 60 km für meine ersten Radbegleitern enden sollte. Inzwischen war es Nacht geworden und gegen 0.30 Uhr setzten wir uns nach einer kurzen Verpflegungspause mit „frischen“ Radbegleitern wieder in Bewegung. Über Wetter a.d. Ruhr (übrigens mein Heimatort) ging es weiter über Witten-Bommern, Kemnadersee, Hattingen, Bochum-Dahlhausen bis kurz vorm Baldeneysee. Die Nacht lief ziemlich gut für mich. Keine besonderen Vorkommnisse. Gegen 6.30 Uhr am Morgen und ca.110 Kilometern wechselten wir zum letzten Mal die Radbegleiter. Nun ging es Richtung Essen-Baldeneysee über Essen-Werden, Kettwig, Mühlheim a.d. Ruhr, Oberhausen, Duisburg-Ruhrort (bekannt aus Schimis Tatort) bis schließlich das Rheinorange an der Mündung zum Rhein zu sehen ist. Um 11.22 Uhr lief ich und mein Team auf das begehrte Ziel Rheinorange Mündung Ruhr in den Rhein zu. Nun galt es diese Skulptur vom Kölner Bildhauer Lutz Fritsch zu huldigen.
Nach genau 17:22:56 Std. hatte ich mein Ziel erreicht und meinen ersten Hundert Meiler gefinisht.
Die TTdR war für mich ein tolles Erlebnis und mein Dank geht an meine Begleiter die sich Pfingsten für mich um die Ohren geschlagen haben und Jens Vieler der mit seinem kleinen Helferteam eine derart tolle Veranstaltung hinbekommen hat. Vielen Dank.


P.S. Wenn Jens vielleicht wieder mal zur TTdR ruft bin ich mit Sicherheit wieder am Start. Also Jens ich zähl auf dich!!!
gemeldet von Rainer König am 10. 6. 2010


5.6.2010 4 Läufer für ein Halleluja – oder: Django gibt auf: der Trainer nie!
 
Die nackten Zahlen hat Christian ja schon genannt. Aber am 5. Juni fand nicht ein schlichter Lauf wie immer statt. Es war brutal, es war die Hölle! Bevor er mit Symptomen zunehmender Verwirrung eingeliefert werden musste, konnte unser Korrespondent noch diesen Bericht absetzen:



5. Juni 2010; vom Ort, an dem das Grauen begann

Ein gnadenloser Gott kannte kein Erbarmen. Da, wo zuvor ein Rasen war, schien die Wüste Gobi sich ausgebreitet zu haben, die Bahn flimmerte einer Fata Morgana gleich, verendete Stierleichen säumten den Wettkampfrand, das Fleisch schon verdörrt, die Knochen im vergeblichem Abwehrkampf sich biegend in schwärzlich-versengtem Farbton - ohne Aussicht, dieser Vernichtungshitze zu entkommen. Nun wurde es selbst Gott zu unangenehm heiß; nachdem das Wischen mit dem Handrücken über sein edles, massiges Haupt keine Linderung brachte, entschloss er sich, den Thermostaten doch wiederum herunter zu drehen. Doch verdammt, hatte schon wieder der Leibhaftige seine Hand im Spiel? Die Technik funktionierte nicht! Die Hitze stieg weiter an. Glücklich die Athleten, deren Zahnlücken mit Amalgam gefüllt waren: die Gold-Inlays waren längst dahin geschmolzen; es wird berichtet, dass einem Kampfrichter der diamantene Ohrsticker zu zerlaufen begann.

Das war die Situation, der sich die kecken und verwegenen, zum Äußersten entschlossenen Läufer aus Neukirchen, genauer aus Leutheusser-Schnarrenberg, ähhem Neukirchen-Hülchrath, ausgesetzt sahen, als sie Lierenfeld erreichten. Lierenfeld, DÜSSELDORF-Lierenfeld, Kreismeisterschaften der Senioren: Die Crème de la crème der Neuss-Düsseldorfer Läuferszene war gemeldet, tausende standen in den Starterlisten. Man munkelte gar, die Absage des als Gastläufer geladenen Benenisa Bekele sei der Aussichtslosigkeit geschuldet, in diesem Premiumfeld „eine Schnitte zu machen“. Unser eigener Trupp war chancenlos, aber wie aussichtslos auch ihr Bestreben sein würde: ihr Wille war unbeugsam, sie waren bereit, in einen aussichtslosen Wettstreit zu treten, um die Ehre des Vereins zu verteidigen.

Und nun dieses: der brennenden Hitze ausgesetzt, fluchtartig und ohne jede Ordnung hatten ihre Mitstreiter die Wettkampfarena verlassen, ganze Autokorsos waren dem Quartett der Unbeugsamen entgegen gekommen. Nur vereinzelt waren Wettbewerber da geblieben, und wie so oft war es nicht deren Mut gewesen, der sie am Wegrennen gehindert hätte, sondern ihre begrenzte intellektuelle Kapazität und damit die Unfähigkeit, den Ernst der Lage zu durchdringen.

Als das Grevenbroicher Quartett die Hitzehölle betrat, war der Reflex zu stark. Panikartig rannten sie zurück zu ihren Fahrzeugen. Doch ER – mit seiner massigen Gestalt - stellte sich in den Fluchtweg. Er schaute in ihre Augen, musterte jedes einzelne mit seinem stählernen Blick, las darin, und die Panik verließ ihre Köpfe, Ruhe und Zuversicht kehrten zurück: „Ja Trainer, ich bleibe!“ „Trainer, du gibst mir Kraft! Ich stehe am Start!“ So nahmen schließlich die ‚morituri’ die Herausforderung an. (Für Kulturbanausen ohne Asterix-Erfahrung: „morituri te salutant“ war der Gruß der ‚Todgeweihten’ an Cäsar, wenn sie zum Kampf auf Leben und Tod die Arena betraten.)

Sie kämpften, sie überlebten, und sie waren erfolgreich, beschrieben mit eindrucksvollen Lettern ein weiteres Blatt in der so ruhmreichen Erfolgsgeschichte ihres Vereins. Und so sieht dieses Blatt aus: 7 Kreismeistertitel entführten sie in die Bundeshauptstadt der Energie, angereichert um einen Vizemeistertitel. I-love-Sushi-Uschi, Ich-bin-dann-mal-weg-Helmut, Feten-Willy und Old-man-burny: zusammen hielten sie sie hoch, die Neukirchner Fahne! Dazwischen, davor, dahinter: der Einpeitscher, der Ritter vom rostigen Fahrrad, der Unnachgiebige: Prinz Weizenherz!

Bernd
gemeldet von Bernd Juckel am 6. 6. 2010


06.06.2010 Ernst-Poensgen-Spiele mit Kreismeisterschaften
 
Äußerst erfolgreich kehrten unsere SGlerinnen und SGler am letzten Samstag von den Kreismeisterschaften über 800 und 1.500 m auf der Anlage des DSV 04 in Düsseldorf wieder.
Uschi Sieberichs hat hierbei die 800 m der W50 in einer Zeit von 3:51,22 Min. und die anschließenden 1.500 m in 7:54,43 Min. jeweils für sich entscheiden können.
Helmut - der vierte Stern - Hahn hat hier über die 800 m Platz 1 und über 1.500 m den zweiten Platz in der AK M45 belegt.
Willy Helfenstein - diesmal mit Fahrrad aber ohne Fischbrötchen angereist - ließ sich beide Male über 800 und 1.500 m den Kreismeisertitel in der AK M50 nicht nehmen, bevor er mit dem Rad weiter nach Schloß Burg und zurück strampelte. Die 800 m - Zeit bedeutet damit gleichzeitig die Einstellung der PB.
Auch Bernd Juckel, zurzeit in Höchstform und Doppeltitellaune - kam beide Male ganz nach oben aufs Treppchen.

Usch Sieberichs 800 m: 3:51,22 Min. (1. W50)
1.500 m: 7:54,43 Min. (1. W50)
Helmut Hahn 800 m: 2:52,44 Min. (1. M45)
1.500 m: 5:54,20 Min. (2. M45)
Willy Helfenstein 800 m: 2:22,78 Min. (1. M50)
1.500 m: 4:57,83 Min. (1. M50)
Dr. Bernd Juckel 800 m: 2:35,54 Min. (1. M60)
1.500 m: 5:12,16 Min. (1. M60)

Gratulation allen Kreismeistern m/w !

Glückauf, Christian



weitere Infos unter: www.dsv04.de/site/leichtathletik/veranstaltungen.php
gemeldet von Christian Dömelt am 6. 6. 2010


05.06.2010 Neusser Sommernachtslauf 2010
 
Bei der diesjährigen 28. Ausgabe des Sommernachtslauf in Neuss
konnte Benny Josephs im Alterklassenlauf über 10.000 m mit einer guten Zeit von 39:50 Min. in seiner Altersklasse M30 den 6. Platz und insgesamt den 26. Platz belegen.
Olivia Langwald - für das Gymnasium Marienberg am Start - belegte mit einer Zeit von 3:26 Min. über die 1.000 m den dritten Platz und mit der Mannschaft der Schülerinnen der 8.-10. Klasse den zweiten Platz.
Die künftig auch bei Neukirchen - Hülchrath startende Clara Müller konnte in der Gruppe der 5. - 7. Klasse für die Janusz-Korczak-Gesamtschule startend den 9. Platz in 4:00 Min. belegen.
weitere Infos unter: www.neusser-sommernachtslauf.de
gemeldet von Christian Dömelt am 6. 6. 2010


04.06.2010 Tortour de Ruhr 100 Meilen
 
Rainer König hat den 100 Meilen Lauf im Rahmen der TorTour de Ruhr gewonnen!
Er hat die Strecke am Pfingstwochenende entlang der Ruhr von Arnsberg bis zur Rheinorange in 17:22 gemeistert!!!
4 Std vor dem 2.Platzierten!
gemeldet von Jürgen König am 4. 6. 2010

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